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Ada Cole
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1860 - 1930
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England
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Tierschützerin
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Ada Cole, englische
Gemeindeschwester und Tierschützerin, setzte sich besonders für den
Schutz von Schlachtpferden ein, die von England auf das europäische
Festland verschifft wurden. Während des 1. Weltkrieges war sie im
Widerstand tätig. Da ich ebenfalls eine große Pferdeliebhaberin
bin, möchte ich, daß sie mit einem Gedenkstein im
FRAUEN-GEDENK-LABYRINTH geehrt wird.
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Adelheid Popp
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1869 - 1939
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Österreich
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Frauenrechtlerin
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Die Autobiographie
"Jugend einer Arbeiterin" von Adelheid Popp war das Buch, das mir
meine eigene Lage innerhalb der arbeitenden Klasse 1977 klar machte. Die
Lebensgeschichte Adelheid Popps hat mich tief berührt und mir
gleichzeitig aufgezeigt, daß ich nur etwas verändern kann, wenn
ich mich weiterbilde und selbst für die Rechte der Frauen eintrete.Trotz
100 Jahre Zeitdifferenz gibt es viele Parallelen in unseren Biographien. 1893
beteiligte sich Adelheid Popp an der Organisation einer der ersten
Frauenstreiks. In einer Textilfabrik hatte die Arbeiterin Amalie Seidel zum
Streik aufgerufen und Adelheid Popp um Hilfe gebeten. An dem
dreiwöchigen erfolgreichen Streik beteiligten sich über 700 Wiener
Arbeiterinnen und forderten eine Verkürzung der Arbeitszeit und die
Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Ich möchte, daß Adelheid Popp
im FRAUEN-GEDENK-LABYRINTH einen Platz bekommt, weil sie vielen Arbeiterinnen
ein Vorbild war.
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Afra
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304
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Deutschland
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Heilige, Priesterin der Venus, Märtyrerin
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Der Legende nach stammte
Afra aus Zypern, dem Land der Aphrodite, und kam über Rom nach Augsburg,
wo sie als Venuspriesterin lebte. Sie bekehrte sich zum Christentum und starb
als Märtyrerin. Im Jahr 1064 wurde sie heiliggesprochen.
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Agatha Christie
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1890 - 1976
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England
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Kriminal-Schriftstellerin
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Agathe Streicher
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1520 - April 1581
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Deutschland
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in der Krankenpflege engagiert
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Die Patin von Agathe
Streicher schreibt: Agathe Streicher aus Ulm bewundere ich, weil sie sich als
Ärztin und mit ihrem ganzheitlichen Behandlungsansatz bis zum letzten
Atemzug eines kranken Menschen schon so früh gegenüber der
mächtigen, männlichen Kollegenkonkurrenz und -Feindschaft behauptet
hat, persönliche Nachteile in Kauf nahm und ihre sehr menschlichen,
toleranten und religiösen Grundstätze auch im alltäglichen Tun
umsetzte.
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Agnes Barmettler
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1945
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Schweiz
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Künstlerin, Mitinitiatorin des Intern.
Labyrinth-Projektes
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Agnes Karll
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1868 - 1927
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Deutschland
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Reformerin der Krankenpflege
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Sie gründete 1903 die
erste (!) Berufsorganisation der Krankenpflegerinnen in Deutschland
(nichtkonfessionell). Die Berufsorganisation gab den außerhalb der
Verbände arbeitenden Schwestern Rückhalt im beruflichen,
persönlichen und rechtlichen Sinne, ohne deren Selbstbestimmungsrecht in
so weitreichender Weise zu nehmen, wie das in den meisten Organisationen bis dato
der Fall gewesen war. Sie erreichte nach und nach Verbesserungen der
sklavenähnlichen Zustände der Pflegerinnen. Agnes Karll und ihre
Berufsorganisation bewiesen trotz ihrer Widersprüchlichkeit zur
Frauenrolle, daß gute Krankenpflege auch unter Erwerbsbedingungen
möglich war. Ihre Willenskraft und ihren unermüdlichen Tatendrang
möchte ich beim "Fest der 2000 Frauen" würdigen.
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Agnes Olmanns
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um 1700 - 1738
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Deutschland
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Opfer des letzten Hexenprozesses am Niederrhein
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Agnes Olmanns war etwa
30-40 Jahre alt, verheiratet und Mutter von drei Töchtern. Sie war von
einer jüngeren Frau unter der Folter der Hexerei beschuldigt worden.
Beide Frauen wurden Opfer des letzten Hexenprozesses in Westdeutschland. Seit
1989 erinnert in Düsseldorf-Gerresheim das Kunstwerk "Gerresheimer
Hexenstein" an die beiden Frauen. Bei Monika Bunte, Keldenichstr. 82 in
40625 Düsseldorf kann die kleine Dokumentation über die Entstehung
dieser 2. europäischen Gedenkstätte zur Erinnerung an die als
'Hexen' getöteten Frauen bestellt werden. (Bitte 2,50 € in
Briefmarken beifügen). Die erste Gedenkstätte ist "Die
Rufende" in Gelnhausen von der Künstlerin Eva Gesine Wegner.
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Dr.med.h.c. Agnes Schoeller
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1861 - 1945
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Deutschland
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Kämpferin gegen das Leid
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In Agnes Schoeller ehren
wir eine Frau, die sich zeit ihres Lebens in altruistischer Weise um ihre
notleidenden Mitbürgerinnen und Mitbürger gesorgt hat. Der Titel
des Dr. med. h. c. wurde ihr von der Universität Göttingen zu ihrem
70. Geburtstag in Anerkennung ihres Einsatzes auf dem Gebiet der Gesundheitsfürsorge
und der Förderung kunstgerechter ärztlicher Betreuung kranker
Menschen aller Volksschichten verliehen. Sie hatte Weitblick und kämpfte
für den medizinischen Fortschritt.
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Agnes Wabnitz
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1842 - 1894
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Deutschland
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Sozialdemokratin und Gewerkschafterin
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Agnes Wabnitz war
Näherin, Fabrikarbeiterin, SPD-Mitglied, Mitbegründerin des
Berliner Arbeiterinnenvereins und des Fachvereins der Berliner
Mantelnäherinnen. Ihr "Verbrechen" bestand darin, daß
sie Frauen und Kindern bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen erkämpfte.
Dafür wurde sie mehrfach in Gefängnisse und Irrenhäuser
gebracht und zum Selbstmord getrieben.
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Aja Textor Goethe
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1731 - 1808
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Deutschland
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Goethes Mutter
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Katharina Elisabeth Textor,
verh. Goethe wurde auch Frau Rat oder Frau Aja genannt. Sie war mit dem
kaiserlichen Rat Johann Kaspar Goethe verheiratet und brachte sechs Kinder
zur Welt, von denen nur der Sohn Johann Wolfgang und die Tochter Cornelia
überlebten. Neben dem hochgebildeten, wegen seiner Eigenwilligkeit
beruflich wenig erfolgreichen Ehemann, der seine Energie vorwiegend in die
Erziehung der hochbegabten Kinder steckte, bewahrte Katharina Elisabeth
Goethe ihren Lebensmut und ihre heitere gesellige Natur. Ihre
urwüchsige, herzenswarme Erzählbegabung brachte sie in den von ihr
hinterlassenen Briefen zum Ausdruck.
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Dr. Alberta Lücker
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1907 - 1983
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Deutschland
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Mitgründerin der Frauen-Weltfriedenskonferenz
der Religionen
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Alberta Lücker war
neugierig auf Menschen, ihr Leben und Denken, ihr Glauben und Handeln. Sie
ist als Frau und Christin auf Menschen anderer Religionen zugegangen und hat
mit ihnen Initiativen entwickelt und Werke organisiert. Ihre eigene
Gottverbundenheit inspirierte den Dialog unterschiedlich Glaubender für
Frieden als Verständigung, Entwicklung und Gerechtigkeit. sie ist
Mitbegründerin der Frauen-Weltfriedenskonferenz der Religionen
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Alexandra David-Néel
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1868 - 1969
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Frankreich
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Reisende, Orientalistin, Schriftstellerin,
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Alexandra David-Néel
ist wohl die bedeutendste Orientalistin unserer Epoche, die in ihren vielen
philosophischen und esoterischen Büchern die Tibetische Kultur und
Religion schilderte. Sie verbrachte ihr halbes Leben in Tibet und Nepal,
studierte den Buddhismus und erhielt den ehrenvollen Titel einer Lamina. Ihr
Mut und ihre persönliche Stärke spornen mich an, das
Unmögliche zu schaffen.
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Alice Kelling
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1884 - 1964
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Deutschland
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Erfinderin einer besonderen Handarbeitstechnik
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Alma de L'Aigle
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1889 - 1959
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Deutschland
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Pädagogin, aktiv im Widerstand
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Alma de l'Aigle war
Reformpädagogin und sie lebte die Pädagogik, die sie an Kinder und
Erwachsene weitergab. Ihre Frage war nie "was kann das Kind",
sondern "wie kann ich dem Kind helfen". Jeder Einsatz für oder
gegen etwas, geschah aus Überzeugung und mit ganzem Herzen. Ihr Leben
hat mich tief beeindruckt und so wurde Alma de l'Aigle, unbewußt, meine
"Affidamento-Frau".
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Ama Adhe
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1932
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Tibet
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für die Frauen in Tibet engagiert
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Amalie Dietrich
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1821 - 1891
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Deutschland
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Botanikerin und Zoologin
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Amalie Dietrich kam aus
ärmsten Verhältnissen und erarbeitete sich autodidaktisch ein
umfangreiches botanisches Wissen. Nach mühevollen Jahren, in denen sie
stets zu Fuß unterwegs war, begab sie sich 1863 im Auftrag des
Hamburger Kaufmanns C.Godeffroy auf eine 10-jährige Forschungsreise nach
Australien, für eine Frau in dieser Zeit ein ungewöhnliches und
mutiges Unternehmen. Sie sammelte und registrierte Pflanzen, Tiere,
Hölzer und vieles mehr und entdeckte dabei neue Arten in Flora und
Fauna, die später nach ihr benannt wurden.
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Amalie Struve
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1824 - 1862
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Deutschland
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Widerstandskämpferin in der Revolution von 1848
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Sie war aktive
Widerstandskämpferin im Badischen Befreiungskrieg und setzte sich dabei
sehr für die Rechte der Frauen ein. Sie kämpfte an der Seite ihres
Mannes, Gustav Struve, bekannt als Politiker und Revolutionär. Sie
veröffentlichte ein Buch, "Erinnerung aus den Badischen
Freiheitskämpfen" (1850) aus ihrem Exil in England. Später
emigrierte sie nach Amerika. Durch intensives Auseinandersetzen bei meiner
schauspielerischen Arbeit wurde ich von der kämpferischen Energie der
Amalie Struve sehr animiert und habe das Bedürfnis, diese Kraft
weiterzugeben.
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Amelia Earhart
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1897 - 1937
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USA
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Luftfahrt-Pionierin
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Die Pilotin,
Luftfahrt-Pionierin und Feministin Amelia Earhart war die erste erste Frau,
die allein über den Atlantischen Ozean flog. Schon zu Lebzeiten war sie
weltberühmt. Bei ihrem Flug rund um den Erdball ist sie am 2.7.1937 im
Pazifischen Ozean verschollen. Amelia Earhart war es wichtig, Frauen in
diesem fast reinen Männerberuf zu stärken. Sie gründete 1929
die 99's (Ninety-Nines), so genannt wegen der 99 Pilotinnnen, die von Anfang
an dabei waren - ein heute weltweiter Verbund von Frauen in der Luftfahrt.
Der große Zusammenhalt dieser Frauen auch heute geht zurück auf
das verbindende Charisma ihrer Gründerin. Amelia Earhart war Mitglied
des Zonta Clubs und vermachte diesem ihr Vermögen. Die damit 1938
begründete Stiftung vergibt alljährlich den Amelia-Earhart-Preis an
junge Frauen in der Raumfahrt-Technik. Gedenkstein-Patinnen sind ihre Biografin,
die Fliegerin Marion Hof und Dr. Angelika Machinek, mehrfache Weltrekordlerin
im Segelfliegen.
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Ami Pfitzner
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1919 - 2000
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Deutschland
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Eine engagierte Frau
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Meine Mutter, Ami Pfitzner,
war eine starke, selbstbewußte Frau, die das Leben mit Kindern und
ihrer sehr erfolgreichen Karriere bei der Landesregierung Schleswig-Holstein
gleichwertig führen konnte. Das lag an unserem matriarchalen
Lebensentwurf: Großmutter, Mutter, zwei Schwestern (Tanten und
Freundinnen gehörten auch dazu), die sich alle gegenseitig in allen Lebenslagen
unterstützten. In unserer Großfamilie konnte sich jede
verwirklichen (auch die Männer!). So verdanke ich ihr ein angstfreies
Leben, da sie dafür gesorgt hat, daß wir Kinder jeweils drei
Berufe erlernt haben, um auf jeden Fall unabhängig von Partnern leben zu
können. In unserer Familie wurde viel gearbeitet, aber es wurden auch
genauso oft Feste gefeiert. Ich versuche jetzt, unser Leben im Sinne meiner
Mutter und Großmutter fortzuführen.
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Amma Sarrha
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4. Jh.
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Ägypten
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Wüstenmutter
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Amma Sarrha lebte ihre
Spiritualität als Einsiedlerin in der Wüste abseits der
Staatskirche und der gesellschaftlichen Erwartungen an die Lebensgestaltung
von Frauen. Nur zwei weitere "Wüstenmütter" und über
120 "Wüstenväter" sind namentlich bekannt. Man
könnte diese Wüstenmütter und -väter als erste
christliche Alternativbewegung bezeichnen. Ratsuchenden gaben sie
Denkanstöße mit manchmal überraschenden Sprüchen und
Handlungen.
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Anastasia Geng v. Schwabe
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1922 - 2002
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Lettland, Deutschland
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Theologin, Schöpferin der
Bachblütentänze
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Eine weise Lebensberaterin.
Viele Jahre arbeitete sie in der Telefonseelsorge in Darmstadt. Mit 60 Jahren
lernte sie bei Dagmar v. Garnier die Kraft des Meditativen Tanzens -
basierend auf den uralten Kreistänzen der slawischen Völker -
kennen. Sie entwickelte ihre eigenen Rituale und Tänze, von denen die
sog. Bachblüten-Tänze eine besondere Intensität haben und
weite Verbreitung finden. Unzählige Menschen hat Anastasia Geng v.
Schwabe durch den Tanz an ihre inneren Quellen herangeführt. Aus den
frühen 80-ziger Jahren (!) stammt ihr wie beiläufig einmal
geäußerter Satz "Wissen wir denn, ob Gott nicht vielleicht
eine Göttin ist?"
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Angela Merici
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1474 - 1540
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Italien
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Gründerin des Ursulinenordens
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Angela Merici gehört
zu den herausragenden Frauen in der Kirche der frühen Neuzeit. 1535
gründete sie die Gemeinschaft der Heiligen Ursula, die späteren
Ursulinen, die zum bedeutendsten weiblichen Lehrorden der katholischen Kirche
bis heute wurde.
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Angerona
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Römisch
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Göttin des Schweigens
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Angerona - Sie ist die Geheimnisvolle,
in einen Schleier gehüllte Göttin des Schweigens. Mit dem Finger
auf dem Mund erinnert sie an das Schweigen, aus dem heraus alles begann und
in das alles zurückkehren wird. Sie fordert uns Frauen auf,
hellhörig für das Unaussprechliche in der heutigen Welt zu werden
und zwischen machtvollem, widerständigem Schweigen und ohnmächtiger
Wortlosigkeit und Verdrängung zu unterscheiden. Unter ihrem dunklen
Schleier einer langen Winternacht hütet sie den unversehrten Teil der
Seele aller Überlebenden und das geheime Wissen der Frauen.
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Dr. Anita Augspurg
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1857 - 1943
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Deutschland
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Radikale Feministin, Antifaschistin, Emigrantin
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Sie und Lida G. Heymann
waren führende Köpfe des radikalen Flügels der Frauenbewegung:
sie kämpften gegen Prostitution, das patriarchale Gesetzbuch (BGB), den
Antifeminismus des Männerstaates generell. Ihr Verein
"Frauenwohl" forderte gleiche Rechte für Frauen auf allen
Gebieten. 1899 vereinigten sich die Radikalen im Verband fortschrittlicher
Frauenvereine, der als "staatsgefährlich" galt.
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Anita Lasker-Wallfisch
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1925
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Deutschland, Jüdin
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Cellistin in Auschwitz
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Als junge Frau
überlebte sie die beiden Nazi-Todeslager Auschwitz und Bergen-Belsen. In
Auschwitz war sie die einzige Cellistin im "Mädchenorchester"
des Lagers. Das Orchester mußte zur "Begrüßung"
von eintreffenden Häftlinge spielen, die nach der Selektion direkt in
die Gaskammern getrieben wurden. Nach der Befreiung in Belsen, als sie ihren
20. Geburtstag feierte, bekam sie schon dort wieder ein Cello und begann
wieder zu spielen. Sie wanderte nach England aus, und wurde Cellistin im
English Chamber Orchester in London. Nach jahrelanger Distanzierung kommt sie
heute wieder nach Deutschland, liest aus ihren Erinnerungen, stellt sich
Fragen und Diskussionen, besonders mit jungen Menschen. Sie ist eine
große Musikerin und großartige Frau.
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Prof. Dr. Anitra Karsten
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1902 - 1988
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Finnland, Deutschland
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Gründerin der Universität des 3.
Lebensalters in Frankfurt
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Anitra Karsten wurde in
Finnland geboren und starb in Frankfurt am Main. Sie war bis kurz vor ihrem
Tod an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt als
Honorarprofessorin für das Fach Gerontologie tätig. Sie
gründete 1982 die "Universität des 3. Lebensalters".
Diese Einrichtung bietet älter werdenden Menschen die Möglichkeit
der universitären Weiterbildung und gibt jungen Studierenden die Chance,
von der Lebens- und Berufserfahrung der Älteren zu lernen. Heute gibt es
weltweit viele "SeniorInnen-Universitäten", die gut angenommen
werden und mit großem Erfolg arbeiten.
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Aníya-íla
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8 Jh. v.u.Z.
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Phönikien
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namenlose Frau aus der Odyssee
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Sie ist eine
phönizische Frau aus dem 15. Gesang der Odyssee. Sie akzeptiert
Geraubtwerden und Versklavung nicht, sondern plant listig und erfindungsreich
wie Odysseus die Flucht, um nach Hause zurückzukommen. Zum
abschreckenden Beispiel für Frauen wird sie getötet, als
Fischfutter vernichtet und - namenlos. Mit Namensgebung und Wortbeitrag zum
"Fest der 2000 Frauen" löst sich Anílya-íla aus
starrer MythosVerankerung und zeigt sich als mutige, kreative, lebensstarke
Person. Die Wahl von Aniyà-ila beflügelt mich selbst zum
Weitertun und hilft, den Kampf von Frauen wahrzumehmen, die auf Eigenmacht,
Teilhabe, Geschichte und Verantwortung, eben ihrem eigenen Namen, bestehen.
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Anna Amalia
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1739 - 1807
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Deutschland
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deutsche Herzogin, Komponistin, Kulturmäzenin
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Anna Bon di Venezia
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ca. 1738 - 1765
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Italien
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Hofkomponistin in Bayreuth
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Sie war Hofkomponistin am
Hof in Bayreuth bei Wilhelmine Markgräfin von Bayreuth. Anna Bon di
Venezia war eine der ersten Musikerinnen des 18. Jahrhunderts, die ich, ihre
Vertreterin beim "Fest der 2000 Frauen", entstauben und neu
herausbringen durfte. Formidable!
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Anna Edinger
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1863 - 1929
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Deutschland, Jüdin
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sozial und kulturell engagierte Frau
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ANNA EDINGER war die erste
Frau, der die Stadt Frankfurt am Main die Ehrenplakette verlieh. "Um
1900 gehörte ihr Name zu den führendsten der deutschen
Frauenbewegung. Anna Edinger war eine der ersten Frauen, die sich in
Frankfurt sozialpolitisch betätigten und sie war die herausragende
Organisatorin des kommunalen Fürsorgewesens. Die Patin Helga Heubach
schreibt: "Ich möchte das Andenken an ANNA EDINGER wach halten,
weil sie uns heute noch Vorbild sein kann. Ich bewundere ihre engagierte,
warmherzige, disziplinierte und über Jahrzehnte unermüdliche
Ausdauer. Ihr Ziel war es, dass sich nicht gesundheitliche oder erzieherische
Schäden in der Gesellschaft weiter ausbreiten sondern Kultur. Und zwar
besonders für Kinder, junge Mädchen und Frauen der sog.
"unbemittelten Stände" auf der Basis gesunder
Lebensfreude."
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Anna Haag
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1888 - 1982
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Deutschland
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Politikerin, Frauenrechtlerin, Pazifistin,
Schriftstellerin
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Das Erlebnis der
politischen Verfügbarkeit von Frauen während der Nazizeit bewog
Anna Haag nach Kriegsende, ihren Schicksalsgenossinnen, Mütter und
Hausfrauen wie sie selbst, politische Mitverantwortung nahezubringen. Sie
wollte Anerkennung der Hausfrauenarbeit (heute Familienarbeit) und setzte
sich im Landtag 1947 dafür ein, daß auch Hausfrauen
Beschäftigte sind, denn sie waren damals von Lebensmittel-Zulagekarten
für Beschäftigte ausgeschlossen. Durch ihre Erfahrungen in beiden
Weltkriegen wurde der Einsatz für den Frieden nach Kriegsende für
sie eine zentrale Aufgabe, die sie zeitlebens prägte. Anna Haag überzeugte
durch ihre entschlossene Haltung gegen die Wiederbewaffnung und einen neuen
Kriegsdienst. 1947 brachte sie im Landtag den Initiativgesetz-Entwurf ein,
der von den zehn weiblichen Abgeordneten mitunterzeichnet war: "Niemand
darf zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden." Trotz erbitterter
Kontroverse mit den männlichen Kollegen wurde der Entwurf
schließlich im April 1948 angenommen und bei der späteren
Übernahme ins Grundgesetz um den Gewissensvorbehalt ergänzt:
"Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst an der Waffe
gezwungen werden" (Art. 4 Abs. 3). Das Recht auf
Kriegsdienst-Verweigerung kann keine Kriege verhindern. Doch zum ersten Mal
in der Menschheitsgeschichte hatte das Individuum sein Recht, den Befehl des
Staates, andere Menschen zu töten, zu verweigern. Der Manipulation zu
einem allgemeinen Kriegswillen, zu einer Kriegsgläubigkeit war hiermit
ein Riegel vorgeschoben.
Der Verein "Das Erbe
der Frauen" möchte gern, daß die Kosten von 1000 EUR für
die Vertretung von ANNA HAAG im Rahmen der Initiative des "Festes der
2000 Frauen" und des FRAUEN-GEDENK-LABYRINTHs nur von
Zivildienstleistenden getragen werden. Wir bitten Sie, ehemalige und jetzige
Zivildienstleistende in Ihrem Umfeld zu animieren, eine Spende von 5,- oder
10,- Euro zur Erinnerung und zur Ehre von Anna Haag zu geben. Bis Mai 2005
sind 255,- EUR von jungen Männern gespendet worden.
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Anna Katharina Nachtigal
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1850 - 1936
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Deutschland
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Die Ahnin
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Die Großmutter meiner
Großmutter, Urahnin und unverrückbar starke Wurzel meiner
Mutterfamilie. Mein Herz ist erfüllt von Dankbarkeit für sie.
Möge ihr Name unvergessen bleiben.
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Anna Louisa Karschin
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1722 - 1791
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Deutschland
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Volksdichterin
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Anna Louisa Karschin lebte
wegen fehlender Schulbildung und trotz schwerster Arbeit oft in bitterster
Not. Sie empfand sich von "unvorteilhafter körperlicher
Gestalt", wurde von zwei gewalttätigen Ehemännern misshandelt
und gebar sieben Kinder in eine "eiserne und nahrungslose Zeit".
Und doch überwand sie die "Zagheit und die Scham, sich so tief zu
sehen". Mit ihrer "Sprache des Herzens" und der
"Schönheit ihrer Poesie" errang sie die Achtung und Ehrung
vieler bedeutender Persönlichkeiten ihrer Zeit, unter ihnen König
Friedrich II.
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Anna Mae Aquash
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1945 - 1976
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USA
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Indianerin des kandischen Micmac-Stammes
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Sie engagierte sich als führendes
Mitglied des American Indian Movement (AIM) im Kampf um die Menschenrechte
der indianischen Stämme. Nachdem die Auseinandersetzungen zwischen
indianischen Widerstandsgruppen und dem FBI in Süd Dakota 1973
kulminiert waren, wurden die führenden AIM-Personen mit brutalen und
höchst illegalen polizeilichen Mitteln verfolgt. Im Februar 1976 wurde
die Leiche Anna Maes an einem entlegenen Ort im Pine Ridge-Reservat (Süd
Dakota) gefunden. Die Justizbehörden unternahmen keinerlei Anstrengungen,
um diesen politischen Mord aufzuklären. Anna Mae Aquash hat ihr Leben
eingesetzt für die Befreiung nordamerikanisch-indianischer Menschen aus
der Unterdrückung und der daraus resultierenden Hoffnungslosigkeit und
Kriminalisierung. Von indianischen Frauen wurde ihr ein Grab bereitet, und
Frauen werden ihre Forderung nach Freiheit und Gerechtigkeit auch ins neue
Jahrtausend weitertragen.
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Anna Schröder
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1879 - 1955
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Deutschland
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Mutter von neun Kindern
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Sie ist eine der Millionen
Frauen, die in Armut und Rechtlosigkeit geboren, ihr ganzes Leben lang schwer
arbeiten und viele Kinder gebären mussten, aber dennoch arm und elend
starben: Kinderarbeit, Spitzenklöppeln und Hausarbeit,
Dienstmädchen-Plakerei, Ehe-Martyrium, Gebärerin,
Alleinernährerin und Hilfsarbeit - das sind Stationen im Leben vieler
Mütter dieser Generation. Für die Politik der Väterregime,
Kaiserreich oder Weimerer Republik, Nationalsozialismus oder DDR-Sozialismus
mussten sie mit ihrem geschändeten, elenden Menschenleben teuer
bezahlen.
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Anna Seghers
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1900 - 1983
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Deutschland
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Schriftstellerin
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Anna Stöcker
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1896 - 1978
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Deutschland
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gelebte Frauensolidarität
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Als Vollwaise in einer
Pflegefamilie aufgewachsen, gab sie ihre Berufung als Diakonisse auf, um Geld
für ihre in Not geratene Pflegemutter zu verdienen. Der Gedenk-Stein
soll auch ihre Pflegemutter ehren, deren Name ich nicht kenne, die 3
Waisenmädchen zu selbstständigen Frauen erzog. Anna Stöcker
heiratete spät und unterstützte sowohl mich, ihre Tochter, als auch
2 Enkelinnen, die mehrere Jahre bei ihr lebten, bis an die Grenzen ihrer
Möglichkeiten. Die Gravur auf ihrem Stein zeigt Mutter und Tochter aus
einem ägyptischen Königinnengrab. Sie könnte auch als Bild
für unsere Mutter-Tocher-Beziehung stehen.
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Anna Theodora Francke
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1875 - 1945
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Deutschland, Ladakh
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Tibetforscherin und Missionarin
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Anna Theodora Francke wurde
mit ihrem Ehemann August Hermann Francke als Missionsehepaar der Herrenhuter
Bruderschaft nach Ladakh im Himalaya gesandt. Neben dieser Tätigkeit
widmete sie sich der Erforschung der Sprache, übersetzte alte
Felsinschriften und Überlieferungen in buddhistischen Klöstern. Sie
gab u.a. ein Geschichtsbuch heraus "A History of Western-Tibet",
allerdings fast alles unter dem Namen ihres Mannes.
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Anna Truttin Xenia
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1688 - 1751
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Deutschland
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letzte im Kaiserstuhl verbrannte Frau
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1751 - die
"Hexenfolter" war schon seit 11 Jahren in Deutschland verboten (im
Ausland noch länger) - wurde Anna Truttin, von ihren Freundinnen Xenia
genannt, vom Endinger Hochgericht zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt.
Sie war angeklagt, ein verheerendes Feuer in ihrem Heimatdorf Whyl verursacht
zu haben, weil sie einen Pakt mit dem Teufel eingegangen sei. Sie war mit 63
Jahren für damalige Verhältnisse eine recht alte Frau, was aber
niemanden daran hinderte, sie zu foltern und sie öffentlich zu
verbrennen. Xenia war die älteste und erfahrenste Hexe im
süddeutschen Raum und kannte jede andere Hexe im weiten Umkreis, von
denen sie nicht eine unter den Folterqualen verraten hat.
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Anna von Dänemark
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1532 - 1584
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Deutschland
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Kurfürstin von Sachsen
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Anna von Dänemark
wurde schon zu ihren Lebzeiten liebevoll vom Volk "Mutter Anna"
genannt. Sie war eine Landesmutter mit Herz und Verstand, die den armen,
unglücklichen und sorgenvollen Menschen zur Seite stand. Getreu ihrem
Wahlspruch: "Die Natur hat dem Fürsten nicht allein einen Kopf
sondern auch Hände verliehen", war sie eine fleißige
Hausherrin, Ehefrau und Mutter. Noch bis zur heutigen Zeit bekommen
ehrenamtlich arbeitende Bürgerinnen und Bürger Sachsens als
Anerkennung ihres Engagements die sog. "Annenmedaille".
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Dr. Anna von Doemming
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1843 - 1922
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Deutschland
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engagierte Kämpferin für Frauenrechte
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Anna von Schweidnitz
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1339 - 1362
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Deutschland/Ungarn
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Königin und Kaiserin
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Nach einer verträumten
Kindheit in Schlesien wurde sie als Prinzessin am ungarischen Hof zur
zukünftigen Gattin eines Herrschers erzogen. Mit 14 Jahren nahm Kaiser
Karl IV. (der spätere Begründer der ersten deutschen
Universität in Prag) sie zur Frau. So wurde sie Königin von
Böhmen und Deutschland. Mit 16 Jahren wurde sie in Rom zur Kaiserin
gekrönt. Nach der Geburt des ersehnten Kronprinzen Wenzel starb sie ein
Jahr später bei der Geburt ihres dritten Kindes mit erst 23 Jahren. Ich
bewundere "Anna", die ungefragt diesen Weg beschreiten mußte
und trotzdem versuchte glücklich zu sein. Sie hatte für ihre hohe
Position gelernt, positiv auf die Politik ihres Mannes einzuwirken - es
wurden Verhandlungen geführt statt Kriege.
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Anna Ziegler
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1882 - 1942
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Deutschland
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Politikerin aus Heilbronn
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Sie wurde 1919 als erste
und einzige Frau in den Heilbronner Gemeinderat gewählt und war ab 1920
für die USPD auch Abgeordnete im Reichstag. Eine streitbare Frau, die
sich vor allem für soziale Gerechtigkeit einsetzte.
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Anne Frank
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1929 - 1945
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Deutschland, Jüdin
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Tagebuch-Autorin, im KZ ermordet
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Das jüdische
Mädchen Anne Frank schrieb während des 2. Weltkrieges - in einem
Hinterhaus in Amsterdam vor den Nazis versteckt - ein bewegendes Tagebuch und
kleine Geschichten. Nach ihrer Entdeckung wurde sie mit ihrer Schwester in
das Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert, wo beide Mädchen 1945
an Typhus starben.
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Anne Sullivan
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1866 - 1936
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USA
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Lehrerin von Helen Keller
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Anne Sullivan war in ihrer
Kindheit selbst längere Zeit fast erblindet. Sie kam mit 21 Jahren als
Blindenlehrerin nach Tuscumbia (Alabama) zu Familie Keller, um die
taub-blinde Tochter Helen Keller zu unterrichten. Mutig und unkonventionell,
wach und verantwortlich, mit einem großen Herzen, machte sich Anne an
diese Arbeit, die ihr zur Lebensaufgabe wurde. Anne Sullivans Leben erinnerte
mich an eine wundersame Wahrheit, daß durch eigene Leiderfahrung
große Kräfte erwachen können, die mir und anderen bei der
Entfaltung und Gestaltung des Lebens helfen können - wenn ich es will.
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Anneliese Harf
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1930 - 1990
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Deutschland
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Yoga-Lehrerin
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Anneliese Harf
gründete 1962 eine der ersten deutschen Yoga-Schulen und trug wesentlich
dazu bei, diese heute selbstverständliche Methode der
Gesundheitsvorsorge in Kurzskonzepten für Volkshochschulen und andere
Einrichtungen umzusetzen. Sie bildete Übungsleiterinnen aus und
verbreitete Yoga als gangbaren Übungsweg körperlichen und
geistig-seelischen Bewußtwerdens. Über Jahre hinweg gestaltete sie
regelmäßig Radiosendungen im Südwestfunk. Ihre Meditationen
regen zur praktischen Lebensbewältigung an. In der Friedensbewegung der
70er Jahre engagierte sie sich durch Seminare, Friedenstänze und
-gebete.
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Annemarie Schwarzenbach
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1908 - 1942
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Schweiz
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Schriftstellerin, Reisejournalistin
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Annemarie Schwarzenbach war
Schriftstellerin, Reisejournalistin und Fotografin. Sie war eine
Grenzgängerin und Tabubrecherin. Aus einer Schweizer
Großindustriellen-Familie stammend, führt sie ein kurzes, aber
literarisch produktives und widerständiges Leben. Sie war
rastlos-zerrissen, aber engagiert und nie gleichgültig.
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Annette von Droste Hülshoff
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1797 - 1848
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Deutschland
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Dichterin und Komponistin
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Annette von
Droste-Hülshoff gilt als eine der größten deutschen
Dichterinnen. Sie entstammt einer alten, westfälischen Adelsfamilie, die
ihr einen engen, konservativen Rahmen bot. Ihr Leben wie auch ihre Dichtung
sind geprägt von der Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Enge,
die allein durch die Begegnung mit dem eigenen Selbst überwunden wird.
Am Ende dieser leidvollen, persönlichen Entwicklung steht die souveräne
Dichterin und starke Frau.
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Anonyme Frau der Nelkenrevolution
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um 1974
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Portugal
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Eine engagierte Frau
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Sie ist die Frau, die am
25. April 1974 in Portugal die unmittelbar bevorstehende kriegerische
Auseinandersetzung zwischen Truppen der Regierung und revoltierenden, vom
Volk unterstützten Truppen in die unblutige "Nelkenrevolution"
führte, in dem sie einem Soldaten eine Nelke in den Gewehrlauf steckte,
was andere nachmachten. Blumen statt Gewehrkugeln!
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Ariachne
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für die Hüterinnen der Labyrinthe
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"Was bedeutet dir das
Labyrinth, Ariachne?"
"Das Labyrinth ist so
selbstverständlich wie ein Fussballplatz oder ein Dorfbrunnen, so
spannend wie eine Trommel von innen, so vielstimmig wie eine Zaubermelodie,
so nackt wie eine grosse Weisheit, so weltoffen wie die Lebensberaterin Erde,
so erholsam wie eine grosse Wanderung, so geheimnisvoll wie eine
Alltagsszene, so banal, so grossartig, so ..."
Rosemarie Schmid, aus dem
Programm 2000, Labyrinthplatz Zürich
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Aschenputtel
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Deutschland
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Königin im eigenen Reich
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Ich möchte mit dieser
Symbolgestalt unserer Psyche all die Frauen ehren, die unspektakulär als
Frau von... Mutter von... Tochter von... Schwester von... tagaus tagein 1000
alltägliche notwendige Dienste leisten und sich auf einen
Bewusstwerdungsweg begeben, "Gold und Silber" von Mutter Erde
wünschen, sich dem Tanz des Lebens hingeben und Königin im eigenen
Reich werden.
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Astrid Lindgren
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1908 - 2002
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Schweden
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Schriftstellerin, Schöpferin von Pippi
Langstrumpf
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Astrid Lindgren ist die
Mutter der Kinder, mit denen ich aufgewachsen bin: Madita, Pippi, Ronja
Räubertochter, die Kinder von Bullerbü und noch viele andere... sie
waren die starken Heldinnen meiner Kindheit und sind es auch heute noch.
Älter und bewußter werdend, fragte ich auch nach der Frau, die mit
ihrer Phantasie all diese Geschichten und Figuren schreibend erschaffen hat.
Inzwischen beeindruckt mich diese Frau genauso. Denn aus der Generation
meiner Großmutter stammend - geboren zu Beginn des 20. Jahrhunderts -
weiß ich, wieviel Repressionen, Einschränkungen und Zwänge
allgemein noch für junge Frauen und auch Kinder, vor allem Mädchen
bestanden. Und in diesen unterdrückenden Zeitgeist hinein stellte Astrid
Lindgren ihre so ganz und gar nicht angepaßten Mädchenfiguren.
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Audre Lorde
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1934 - 1992
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USA
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schwarze lesbische Poetin
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"I am a Black Lesbian
Mother Warrior Poet". So leitete sie fast immer ihre internationalen
Lesungen ein. Über Jahrzehnte hinweg war sie aktiv in vielfältigen
Zusammenschlüssen und Organisationen, in denen sie sich einsetzte für
die Rechte schwarzer Frauen und aller unterdrückten Menschen. Sie liebte
das Leben, genoss jeden Tag wie ein Geschenk und wusste zugleich, daß
der Tod - und das Leben danach - ein Teil unseres Hierseins sind.
Deutschland, insbesondere Berlin, war ihr in ihren letzten Lebensjahren
besonders vertraut. Mit großer Sorge blickte sie auf den offen zu Tage
tretenden Rassismus. - Es ist unsere Aufgabe, ihr Lebenswerk fortzusetzen.
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Aviva Steiner
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1930
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Israel, Jüdin
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Therapeutin, Zyklus-Tänzerin
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Aviva Steiner ist
Gesundheitspädagogin. Sie entwickelte nach intensiver Forschung eine
Tanz- und Gymnastikform, die sich aktivierend und ausgleichend auf die
Menstruation auswirkt. Sie referierte auf sexual-medizinischen Kongressen und
ließ ihre Methode bei der Weltgesundheitsorganisation und beim
International Planned Parenthood registrieren. Für ihren Gedenkstein
engagierte sich das Netz der Luna-Yoga-Lehrerinnen, dessen Begründerin,
Adelheid Ohlig, die Patenschaft für Aviva Steiner übernommen hat.
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Ayya Khema
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1923 - 1997
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Deutschland, Jüdin
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Meditationslehrerin, Mystikerin, Weltbürgerin
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Ayya Khema,
Meditationslehrerin, lehrte den Zugang zu tiefer Weisheit, wie sie über
alle Konfessionen Gültigkeit hat. Sie wurde zur Intergrationsfigur
für Frauen und Buddhismus und dem Buddhismus in Europa. Als Jüdin
in Berlin, ihrer Kindheit und Heimat entrissen, fand sie auf dem langen Weg
durch viele Länder dieser Erde zur Ruhe des Herzens und der Klarheit des
Geistes. Als buddhistische Nonne gründete sie Klöster, schrieb
Bücher und leitete Meditationsseminare. Mit ihrem ursprünglichen
Wissen und offenem Herzen bereicherte sie unzählig viele Menschen in der
ganzen Welt.
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Baba Jaga
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Rußland
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Die wilde Weise
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Baba Jaga gehört zum
Kreis der urzeitlichen Muttergöttinnen, die den ewigen Wechsel von
Auferstehen, Wiedergeborenwerden, Reifen und Sterben verkörpern. Im
Märchen erscheint sie als ungezügelte, unerbittlich strenge und
klarsichtige Hexe; die Eitelkeiten des Lebens interessieren sie nicht. Wenn
eine sich ihr aber respektvoll und mit Achtsamkeit nähert, ihre Anweisungen
befolgt und ihre Prüfungen besteht, dann schützt sie sie und hilft
ihr durch Rat bei schwierigen Aufgaben. Mir gefällt sie, weil sie nur
Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit gelten läßt und eine Ahnung gibt
von der Gewalt und Macht weiblicher Urkäfte.
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Baba Marta
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Bulgarien
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Weise Alte - Göttin, verbunden mit dem noch
sehr lebendigen Segensbrauch am 1. März in Bulgarien
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Barbara Lüdemann
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1922 - 1992
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Deutschland
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sozial engagiert, bes. für Pflegekinder, aktiv
in der FDP
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Dr. Barbara Renz
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1863 - 1955
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Deutschland
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1. Promovierte in Süddeutschland,
Frauenrechtlerin, Privatgelehrte
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Trotz finanzieller
Nöte und Ablehnung von Seiten der Gesellschaft ließ Barbara Renz
in ihrem Streben nach Bildung nicht nach und musste sich hart erkämpfen,
was heute selbstverständlich ist. So verdanke auch ich ihren
Bemühungen die Möglichkeit zu studieren und meine beruflichen
Vorstellungen zu verwirklichen. Viele Jahre nach ihrem Tod wird Barbara Clara
Renz in meiner Heimatstadt Dillingen, die sie sich zum Alterssitz
gewählt hat, durch eine nach ihr benannte Straße geehrt. Meine
Großmutter hat die alte Dame noch persönlich als Nachbarin am
Ulrichsplatz kennengelernt.
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Barbara Uthmann
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1514 - 1575
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Deutschland
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Unternemerin, Klöppelspitze in Heimarbeit
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Barbara Uthmann war Mitte des
16. Jahrhunderts in Annaberg in Sachsen eine Frau, welche sich nach dem
frühen Tod ihres Mannes in einer Männerdomäne zu behaupten
wusste. Sie war nicht nur eine angesehene Montanunternehmerin, sondern
leitete erfolgreich einen Vertrieb von Borten und Spitzen. Sie organisierte
im Erzgebirge auf breiter Ebene das Herstellen der Klöppelspitze in
Heimarbeit und verhalf so vielen Menschen, besonders Frauen, zu Lohn und
Brot. Über Jahrhunderte ist das Erzgebirge in Sachsen der Mittelpunkt
der deutschen Klöppelindustrie geblieben.
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Bastet
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Ägypten
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Katzengöttin
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Bathildis
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ca. 635 - ca. 673
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Merowingerreich
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Sklavin, Königin, Klosterfrau
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Wahrscheinlich wurde
Bathildis im heutigen Kent (England) um 635 n. Ch. geboren. Um sie aus
bitterer Armut zu retten, verkauften die Eltern ihre Tochter an den
fränkischen Majordomus, der sie an den Hof des noch sehr jungen
Merowingerkönigs Chlodwig II. nach Paris brachte. 650 wurde Bathildis
von Chlodwig II. durch Heirat zur Königin gemacht. Glücklicherweise
dauerte dieses eheliche Martyrium nur sieben Jahre, Chlodwig starb im Alter
von 23 Jahren in geistiger Umnachtung. Bathildis übernahm die
Regierungsgeschäfte für ihre unmündigen Söhne.
Während ihrer 16-jährigen Regentschaft schaffte sie den
Sklavenhandel ab und verbot durch Gesetze den Verkauf der Kriegsgefangenen.
Sie errichtete Klöster und Bildungsstätten auch für das
besitzlose Volk. Ihren heranwachsenden Söhnen übergab sie nach 16
segensreichen Jahren die Regentschaft und starb als einfache Nonne 673 im
Koster Chelles bei Paris.
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Bereswinde
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um 700
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Merowingerreich
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Merowingerfürstin
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Bereswinde, Fürstin
und Schamanin, trug den Namen der grossen Bärin, in deren Kraft sie
lebte und wirkte. Ihre Söhne erzog sie liebevoll; gegen den erbitterten
Widerstand des Vaters erhielt sie ihre Tochter Odilie am Leben und sorgte
dafür, dass diese eine Bildung erhielt, die den Grundstein für die
Entwicklung ihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten legte. Ich
ehre in Bereswinde die starke Frau, die fürsorgliche Mutter, die in der
Geschichte hinter ihrem Mann und ihrer berühmt gewordenen Tochter
vergessen wurde, die jedoch so vieles erst ermöglichte.
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Bertha Benz
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1849 - 1944
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Deutschland
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erster Mensch, die Auto fuhr
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Bertha Heimberg
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1894 - 1966
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Deutschland
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Wirtschaftspolitikerin
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Bertha Heimberg ist
für mich das Beispiel einer mutigen unabhängigen Frau. Sie war im
Freiwirtschaftsbund Silvio Gesells (Sozialreformer 1862-1930). Nach ihrem
Exil 1948 aus England zurückgekehrt, setzte sie sich sofort wieder
für diese verkannte ökonomische Richtung ein. In den 20er und 30er
Jahren und auch später in den Wirtschaftswunderzeiten gehörte viel
Mut dazu, als einzige Fachfrau beharrlich diesen alternativen,
marktwirtschaftlichen und antikapitalistischen Weg zu vertreten. Heute ist
das etwas anderes, denn zu offensichtlich führt unser
"Kasino-Kapitalismus" in die ökologische und soziale Krise.
Ich habe es also nicht mehr ganz so schwer, wenn ich ihr nachfolge und bin
doch weiterhin eine Außenseiterin, die ab und zu dringend Kraft tanken
muß bei einem weiblichen Vorbild.
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Bertha Marie Pöschko
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1944
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Deutschland
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Bioenergetik-Therapeutin
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Eine großzügige
Frau mit Herz, Mut zum Eigenen und voll Dynamik.
"Das menschliche Leben
ist voller Widersprüche. Es ist ein Zeichen der Weisheit, sie zu
erkennen und anzunehmen." (A. Lowen, Begründer der bioenergetischen
Analyse) - Diese Versöhnung des Menschen mit sich selbst und seinem
Schicksal ist Schwerpunkt ihrer therapeutischen Arbeit. In einer starken
Beziehung der bedingungslosen Annahme unterstützt sie diesen oft
schwierigen Prozeß. - Außerhalb ihrer therapeutischen Arbeit
engagiert sich Bertha Marie Pöschko in Kinder- und
Flüchtlingshilfsprojekten.
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Bertha Pappenheim
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1859 - 1936
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Deutschland, Jüdin
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Pädagogin, Gründerin des Jüdischen
Frauenbundes,
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Sie wurde berühmt als
"klassische" Hysterikerin Anna O. und war, wie Sigmund Freud sie
einmal nannte, "die eigentliche Begründerin der
Psychoanalyse". Als Bertha Pappenheim, wie ihr realer Name war, wurde
sie später die wohl bedeutendste Frau der jüdischen Frauenbewegung
im damaligen Europa und Amerika. Noch heute ist diese bedeutende Jüdin
relativ unbekannt in Deutschland. Ich möchte, daß ihr zweiter, so
wichtiger Teil ihres Lebens nicht in Vergessenheit gerät.
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Bertha v. Suttner
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1843 - 1914
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Österreich
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Pazifistin, Friedensnobelpreisträgerin,
Schriftstellerin
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Sie war unermüdlich
tätig im Kampf gegen Krieg, in der Aufklärung der
politisch-ökonomischen Zusammenhänge und der sozialen Folgen von
Kriegen. Sie überzeugte Alfred Nobel, seine Stiftung (Nobelpreis)
für Geisteswissenschaften um den Friedenspreis zu ergänzen. 1905
erhielt sie als erste Frau den Friedensnobelpreis.
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Bettine v. Arnim
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1785 - 1859
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Deutschland
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Schriftstellerin der deutschen Romantik
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Bettine von Armin, geb.
Brentano, wuchs frei von den für Mädchen damals üblichen
Zwängen in Frankfurt am Main auf und wurde in Berlin u.a. mit ihrem
politisch-literarischen Salon zu einer der Vorkämpferinnen für die
geistige Emanzipation der Frauen.
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Bibi Lillyam Tomasi
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1925 - 2000
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Italien
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Feministin und Schriftstellerin
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"La sproporzione",
das Missverhältnis, das Unverhältnismäßige, so lautet
der Titel eines ihrer Bücher. Sie selbst schien die Verkörperung
der sproporzione zu sein: Sie war ungebändigt - aber dennoch nicht
ungebunden. Im Beziehungsnetz der Libreria delle Donne in Mailand, das ihr
auch Stoff zum Schreiben lieferte, hat das Unverhältnismäßige
Sinn und ein weibliches Maß bekommen.
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Billie Holiday
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1915 - 1959
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USA
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Jazz-Sängerin
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Billie Holiday (Eleanora
Fagan) wurde in Baltimore als Tochter einer 13-jährigen Mutter und eines
15-jährigen Vaters geboren. Schon früh mußte sie aus
finanziellen Gründen nach Arbeit suchen, wobei sie 15-jährig in
einem Jazzlokal in New York als Sängerin entdeckt wurde. Billie Holidays
Weg als schwarze amerikanische Jazzsängerin war geprägt von der
Konfrontation mit Rassismus, Gefängnis, Prostitution, Drogen und dem
großen Musik-Business. Mir begegnete die Musik von Billie Holiday
während meines Musikstudiums in Kassel und ich mochte ihre
eindringliche, emotionale Art zu singen spontan und anhaltend.
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Blaga Dimitrova
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1922 - 2003
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Bulgarien
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Schriftstellerin
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Sie ist die bekannteste
Lyrikerin, Prosa-Autorin, Dramatikerin und Essayistin Bulgariens. Nach der
Wende wurde sie1992 Vizepräsidentin, trat aber aus Enttäuschung
über die Unvereinbarkeit ihres Wahrhaftigkeitsanspruches mit der Politik
nach einem Jahr zurück. Ihre Themen: ars poetica, die Frau, die
Beziehung zwischen Tochter und Mutter, Tochter und Vater, Poesie und Politik.
Blaga Dimitrova ist ein Beispiel für mich als Schriftstellerin und Frau:
im Schreiben ist sie lakonisch und streng ("Schreib jedes Gedicht als
sei es das letzte!")* und im Leben - mutig ("Gras/ Ich fürchte
mich nicht davor/ zertreten zu werden./ Das zertretene Gras / wird zum
Pfad.")*
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Blanche Merz
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1919 - 2002
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Schweiz
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Geobiologin, Grenzwissenschaftlerin
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Sie war Pionierin aus
Passion. Ihr Leben - als Ingenieurin, Politikerin und Europarätin, als
Geobiologin, Architektin Grenzwissenschaftlerin und Autorin - diente dem
Brückenschlag zwischen Physik und Metaphysik, zwischen physischen und spirituellen
Kräften. Als Europarätin wirkte sie für die Verbesserung der
sozialen Stellung der Frauen, besonders in Drittweltländern. Sie sieht
die Menschen als mehrdimensionale Wesen und schlüsselt für sie die
Schwingungsenergien auf, wie z.B. die Wirkungen von Musik und Kunst. In Ihrem
Buch "Seele des Ortes" beschreibt sie, wie die Schwingung eines
Ortes Einfluss auf die dort befindlichen Menschen nimmt.
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Brunichild
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545 - 613
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Merowingerreich
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Königin
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Die Westgotische
Königstochter, Königin von Austrasien und Burgund, (zwei Teilreiche
des fränkischen Merowinger-Reiches) versuchte die Teilungen des Reiches
zu verhindern und ein Königtum nach römischem Vorbild zu errichten.
Stellvertretend für ihren Sohn und ihre Enkel regierte sie 38 Jahre lang
(575-613). 613 wird sie von König Chlothar, dem Sohn ihrer Widersacherin
Fredegund, in einem Schauprozeß ermordet. Mich berührt ihr
tragisches Schicksal. Durch das "Fest der 2000 Frauen" und das
FRAUEN-GEDENK-LABYRINTH will ich ihre große Lebensleistung
würdigen.
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Camille Claudel
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1864 - 1943
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Frankreich
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Bildhauerin
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Dr. Carola Blume
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1899 - 1987
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Deutschland, USA, Jüdin
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Gründerin des Frauenbildungswerkes in Stuttgart
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Carola Rosenberg-Blume,
führende Erwachsenenpädagogin und Frauenbildnerin der Weimarer
Zeit, hat das fortschrittlichste Frauenbildungskonzept im damaligen
Deutschland und Europa entworfen und mit der Gründung der
Frauenabteilung an der Volkshochschule Stuttgart in die Praxis umgesetzt.
1932 besuchten 21.500 Teilnehmerinnen ihre Kurse. Nach ihrer Emigration in
die USA gab sie dem Aufbau einer gezielten Erwachsenenbildung im Staat
Kalifornien noch einmal wesentliche Impulse. Sie kehrte nach dem Krieg nicht
mehr nach Deutschland zurück
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Carolina Fr. W. Zimmermann
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1806 - 1839
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Deutschland
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1. Studentin in Gießen
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Sie ist die erste
immatrikulierte Studentin in Gießen. Ich will den Mut und die
Entschlusskraft dieser jungen Frau würdigen, die sagte: "Ich will
studieren!" - zu einer Zeit als es für Frauen bzw. junge
Mädchen absolut nicht üblich war, die Universität zu besuchen.
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Dr. Caroline Farner
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1842 - 1913
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Schweiz
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1. Hausärztin in Zürich, 2. Ärztin in
der Schweiz
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Die Ärztin Caroline
Farner, aktiv in der Frauenbewegung, führte als erste eine
Allgemein-Praxis, in welcher Anna Pfrunder, ihre beste Freundin und Hausgenossin,
den Haushalt besorgte. Der Neid der Züricher Kollegen auf ihre
große Praxis führte zu einem regelrechten
"Hexenprozeß", nach welchem sie nach 6 Wochen Gefängnis
rehabilitiert wurde. Ihre Praxis wurde danach eher noch größer.
Sie eröffnete ein Erholungsheim in Urnäsch (Appenzell). Ihr
Vermögen hinterließ sie der Anna-Caroline-Stiftung, ein
Stipendienfonds für Hochschulstudentinnen. Caroline Farner und die
Frauenbewegung unterstützten sich gegenseitig, trotz schwieriger Umstände.
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Catharina Helena Dörrien
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1717 - 1795
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Deutschland
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Botanikerin und Pädagogin
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Sie war Tochter einer
Pastorenfamilie und lernte Geographie, Geschichte, Latein,
Haushaltsführung und Botanik. Während ihrer Arbeit als Erzieherin
von 10 Kindern schrieb sie Bücher über Pädagogik und Haushaltsführung.
Sie lernte in ihrer Freizeit das Malen von Pflanzen. Sie sammelte und
katalogisierte die Pflanzen ihrer Umgebung. In 14 Jahren enstanden ca. 1400
Pflanzenverzeichnisse in einem Gebiet von 600 ha. 34 ihrer Bilder sind noch
erhalten und im Landesmuseum Wiesbaden aufbewahrt. Sie war Ehrenmitglied in
mehreren botanischen Gesellschaften.
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Cecilia Maria Barthelemon
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ca 1767 - 1827
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England
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Hofkomponistin, gefeierte Cembalistin und
Sängerin
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Für mein Instrument -
die Flöte - schrieb sie eine übermütige, brillante Sonate.
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Charlotte Buff
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1753 - 1828
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Deutschland
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Lotte in Goethes "Werthers Leiden"
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"Charlotte Buff
besaß Charme und Lebenslust, Bildung und Sinn für Kunst und Poesie
und war zudem realitätsbezogen und enorm lebenstüchtig: bereits als
18-Jährige stand sie einem riesigen Haushalt vor und versorgte einen
großen Schwarm jüngerer Geschwister. So verwundert es nicht,
daß der junge Goethe sich leidenschaftlich in sie verliebte, als er sie
in Wetzlar kennenlernte, und ihr als "Werthers Lotte" ein literarisches
Denkmal setzte. Als Charlotte Buff in Wetzlar und als Charlotte Kestner in
Hannover führte sie mit erstaunlichem Selbstbewusstsein und innerer
Unabhängigkeit das Leben einer sich emanzipierenden bürgerlichen
Frau in der Gesellschaft des ausgehenden 18. Jahrhunderts."
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Charlotte Dehn
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1904 - 1989
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Deutschland
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Ausdruckstänzerin, praktische Philosophin
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Vom Sinn der Worte
Sie kam ursprünglich
vom Ausdrucktanz, durchlebte und verarbeitete immer wieder ihr Solostück
"Tanz-Kreis des Lebens" und drückte sich allmählich
intensiver in Sinn gebender Wortgestaltung aus.
"Das Ewige in MIR in
DIR in K)UNS(T"
Oft zeichnete sie die
Buchstaben der Worte mit vielen Nadelstichen nach, um sie
"durchlässiger" zu machen. Für viele Menschen war
CHARLOTTE DEHN eine große Energie-Geberin.
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Charlotte Wolff
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1897 - 1986
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Deutschland, England, Jüdin
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Ärztin, Forscherin zu Bi-Sexualität,
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Charlotte Wolff wird in
einer westpreußischen Provinzstadt geboren und wächst im
behüteten bürgerlichen Milieu auf. Sie entdeckt schon früh ihre
Zuneigung zu Mädchen, später die Liebe zu Frauen. In den 1920er
Jahren studiert sie Philosophie und Medizin, arbeitet anschließend als
Ärztin in Berlin. 1933 emigriert sie nach Paris, entwickelt die
psychologische Methode der Hand-Interpretation und verdient sich damit ihren
Lebensunterhalt. 1936 beginnt in London ein neues Leben. Ihre sich
vertiefende sexualwissenschaftliche Forschung führt zu den wichtigsten
frühen Publikationen über "Lesbische Liebe" und zu
"Bisexualität". In den 1970er und 1980er Jahren hat die
Begegnung mit deutschen Feministinnen während der
Frauen-Sommeruniversitäten in Berlin eine vorsichtige
Wieder-Annäherung an ihr Geburtsland eingeleitet. Sie hinterlässt
eine beeindruckende Autobiographie.
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Dr. Christa Mulack
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1943
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Deutschland
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Religionsforscherin
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Seit 1983 engagiert sich
Dr. Christa Mulack öffentlich dafür, dass Patriarchatskritik,
Religions-und Matriarchatsforschung Frauen helfen, ihre patriarchale
Lebenssituation zu durchschauen. In Seminaren und Lehraufträgen an
verschiedenen Universitäten und Hochschulen, in zahlreichen Büchern
und wissenschaftlichen Publikationen stellt sie ihr Wissen und ihre
Erfahrungen zur Verfügung. Mit den Themen Weibliche Symbolik, Kritik am
patriarchalen Gottesbild, Matriarchatsforschung, Feministische Psychologie
und Sozialwissenschaften ist sie in ihren Seminaren für viele Frauen
Feministische Lehrerin und Wegbegleiterin zu neuer Orientierung und
weiblicher Spiritualität. Sie ist Mitbegründerin und Zweite
Vorsitzende der "Gerda - Weiler - Stiftung für
Frauenforschung" und hält Seminare über Deutschland hinaus,
hauptsächlich in der Schweiz und Österreich.
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Christa Stolle
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1959
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Deutschland
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führend bei TERRE DES FEMMES engagiert
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Mut, unternehmerisches
Gespür und Weitsicht, kombiniert mit dem unbedingten Willen, der Gewalt
gegen Frauen und Mädchen etwas entgegen zu setzen * - dafür steht
Christa Stolle. Dafür steht auch der Verein TERRE DES FEMMES -
Menschenrechte für die Frau, den sie seit mehr als 20 Jahren
maßgeblich mit aufgebaut hat. Nicht als Einzelkämpferin, sondern
als Organisatorin von Strukturen, die es vielen ermöglichen sich
einzusetzen, hat Christa Stolle entscheidend dazu beigetragen, dass Gewalt
gegen Frauen als gesellschaftspolitisches Thema in Deutschland wahr- und
ernst genommen wird.
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Christabel Pankhurst
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1880 - 1958
|
England
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Suffragette, Radikale Feministin, Juristin
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Mit ihrer Mutter Emmeline
Pankhurst gründete sie 1903 die Women's Social and Political Union
(WSPU), die unabhängige, militante Suffragetten-Bewegung. Die junge
Juristin, führende Organisatorin, Rednerin und Theoretikerin nahm
jahrelang Gefängnisstrafen und Hungerstreiks auf sich, musste
untertauchen und ins Ausland fliehen: die Regierung verfolgte sie als
"gefährliche" Anführerin.
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Christel Ulbrich
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1908 - 1996
|
Deutschland
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Tanztherapeutin in der ehemaligen DDR
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1908 im Erzgebirge geboren,
später in Bautzen lebend, leitete sie zuerst einen Kindergarten. Nach
Kriegsende widmete sie sich dem Volkstanz und baute viele Volkstanzgrupen mit
auf. Von Jugend an rheumakrank, bemerkte sie die belebende Wirkung des Tanzes
und wirkte nun als Tanz-und Musiktherapeutin für SeniorInnen,
RekonvaleszentInnen, Verhaltensgestörte und Menschen mit Behinderung.
Mit der Zeit wurde sie in ganz Deutschland als Tanztherapeutin anerkannt und
leitete noch mit 86 Jahren viele Tanzkreise in Dresden und Bautzen.
"Tanz dich gesund" war ihr Lebensmotto und es brachte vielen
Menschen Freude, Gemeinschaft und Zuversicht.
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Christina von Schweden
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1626 - 1689
|
Schweden
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Monarchin und Mäzenin
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- Warum verzichtet eine
28-jährige, sorgfältig ausgebildete, kluge und geistvolle Frau nach
10-jähriger Regentinnenschaft auf Thron, Krone und Macht, nicht aber auf
den Titel "Königin"? - Warum vertauscht sie das Schloß
in Stockholm mit einem Palazzo in Rom, das nordische Flair also gegen das
mediterrane? - Warum wechselt sie die Region und damit die Machtblöcke
im Europa des 17. Jhs.? - Königin Christina von Schweden ist eine e i g
e n - m ä c h t i g e Frau !!! - Eine ihrer 1300 Maximen lautet:
"In der Kunst zu denken gründet die ganze Glückseligkeit des
Menschen."
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Christine de Pizan
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1365 - um 1431
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Frankreich
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Schriftstellerin, "Die Stadt der Frauen"
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In Venedig geboren, lebte
sie den Rest des Lebens in Paris. Im Alter von ca. 25 Jahren wurde sie Witwe
und war für 3 eigene Kinder, ihre Mutter und Anverwandte verantwortlich.
Sie prozessierte um ihr Erbe in Frankreich, und begann zu schreiben.
Später lebte sie von der Schriftstellerei und stellte ihre reich
illustrierten Bücher selbst her. Ihre Werke, in denen sie sich besonders
der Stellung der Frau in der Gesellschaft annahm, wurden zu ihrer Zeit viel
gelesen. Ihr bekantestes Buch trägt den Titel "Die Stadt der
Frauen".
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Christine Lavant
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1915 - 1973
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Österreich
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Lyrikerin
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Chistine Lavant, von Geburt
an schwer krank, von der Außenwelt abgeschnitten, zieht sie sich ins
Innere zurück. Sie beginnt zu schreiben. Obwohl sie nur die Grundschule
besucht hat und so gut wie nie aus ihrem Dorf herausgekommen ist, hat sie als
Autodidaktin Gedichte und Erzählungen hervorgebracht, für die sie
mit hochrangigen Literaturpreisen geehrt worden ist.
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Cicely Saunders
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1918 - 2005
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England
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gründete die Hospiz-Bewegung
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1947 begegnete die
Krankenschwester Cicely Saunders dem todkranken polnischen Juden David Tasma,
mit dem sie in seinen letzten zwei Lebensmonaten eine intensive und
visionäre Beziehung verband. Er hinterließ ihr 500 englische
Pfund, die als Grundstein für die Eröffnung eines Hospiz dienen
sollten. Zunächst absolvierte C. Saunders aber noch das Studium der
Sozialarbeit und der Medizin. Sie forschte insbesondere auf dem Gebiet der
Schmerzbekämpfung, weil ihr die Begleitung sterbender Menschen besonders
am Herzen lag und ein möglichst schmerzfreies Sterben für sie
untrennbar verbunden war mit einem würdevollen Tod. C. Saunders war eine
Gegnerin der Euthanasie. Sie verstand das Sterben als eine Chance zu
spirituellem Wachstum und als die letzte Gelegenheit, Freunden und Familie
noch einmal Danke sagen zu können. 1980 erhielt C. Saunders für
ihre Verdienste den Titel "Dame", (ähnlich wie im dt. Kaiserreich
"Freifrau") , 1989 den brit. Order of Merit und den Ehrendoktor der
Medizin in England, (als einzige Frau im 20.Jhd. durch den Erzbischof von
Canterbury verliehen) und 2001 den Conrad N. Hilton Humanitarian Prize.
Cicely Saunders war zweimal verheiratet.
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Clara Hoffbauer
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1830 - 1909
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Deutschland
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bedeutende soziale Stifterin in Potsdam
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Die kühne und
entschlossene, von christlicher Nächstenliebe geprägte Clara
Hoffbauer hat nach dem Tode ihres Mannes eine bedeutende soziale Stiftung auf
der Insel Tornow in Potsdam konzipiert, aufgebaut und voll aus ihrem
Vermögen finanziert. Diese bestand aus zahlreichen Einrichtungen, die
auf die schulische Bildung und Ausbildung von Mädchen aus dem
Mittelstand ausgerichtet war. Daneben baute Clara Hoffmann ein hochmodernes
Krankenhaus auf. Um ihrem Mann ein Denkmal zu setzen, nannte sie die Insel
Hermannswerder. Auf ihr arbeitet bis heute eine lebendige evangelische
Stiftung.
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Dr. Clara Immerwahr
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1870 - 1915
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Deutschland, Jüdin
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Chemikerin und Pazifistin, war Jüdin, konvertierte
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Die Chemikerin Clara
Immerwahr ist eine der ersten Frauen in Deutschland mit einem Doktortitel.
Während des ersten Weltkrieges versucht sie ihren Mann Fritz Haber davon
abzubringen, chemische Kampfgase zu erforschen und einzusetzen, was schon Zehntausende
von Toten verursacht hat. Da es ihr nicht gelingt, will sie wenigstens keine
Mittäterin sein und begeht im Mai 1915 Selbstmord. Er vernichtet ihre
Abschiedsbriefe und fährt am selben Tag wieder an die Front, um weitere
Giftgaseinsätze durchzuführen. 1918 bekommt Fritz Haber den
Nobelpreis für Chemie für die Synthese von Ammoniak.
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Clara Schumann
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1819 - 1896
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Deutschland
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Pianistin und Komponistin
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Diese kühne und
entschlossene, von chistlicher Nächstenliebe geprägte Clara
Hoffbauer, hat nach dem Tode ihres Mannes eine bedeutende soziale Stiftung
auf der Insel Tornow in Potsdam konzipiert, aufgebaut und von ihrem
Vermögen voll finanziert. Sie bestand aus zahlreichen Einrichtungen, die
auf die schulische und berufliche Bildung und Ausbildung von mittelständischen
Mädchen ausgerichtet war. Daneben baute sie ein hochmodernes Krankenhaus
auf. Um ihrem Mann ein Denkmal zu setzen, nannte sie die Insel bald
Hermannwerder, auf der noch heute eine lebendige soziale evangelische
Stiftung arbeitet .
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Clara Zetkin
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1857 - 1933
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Deutschland
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Politikerin, Revolutionärin, Sozialistin,
Friedenskämpferin
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Was mich seit 1985 mit ihr
verbindet: Parallelen vom Lebenslauf her, die tiefe Freundschaft zu Rosa
Luxemburg, ihr Satz: "Es gibt kein: ich kann nicht!" 1911 fand auf
ihre Initiative der erste Internationale Frauentag für die
Gleichberechtigung der Frau mit über einer Million Frauen statt. Ihr
Vorbild verleiht mir Flügel.
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Claudia Fischer
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1953 - 2006
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Deutschland
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gründete den Selbsthilfe-Verband für
Crohn/Colitis Erkrankte
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Seit ihrer Jugend lebt
Claudia Fischer mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung. Ein
Artikel im Stern zu Morbus Crohn/Colitis ulcerosa veranlaßte sie zu
einem Leserinnenbrief, der große Resonanz auslöste. Durch ihren
Impuls gründete sich 1982 die Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa
Vereinigung-DCCV e. V., ein Selbsthilfeverband von und für Menschen mit
chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Ihr Einsatz in Form von
Lebenszeit, Räumlichkeiten, finanzieller Unterstützung und
Engagement waren das Startkapital und die Chance zum Heranwachsen. Sie
wählte als Logo ein Labyrinth. Claudia Fischer lebt, noch immer sozial
engagiert, in Tübingen.
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Constance Lytton
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1869 - 1923
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England
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Frauenrechtlerin
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Dagmar v. Garnier
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1941
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Deutschland
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Initiatorin des FRAUEN-GEDENK-LABYRINTHs
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Demeter
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Griechenland
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Göttin
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Ursprünglich ist sie
eine griechische Göttin, die in sich Jungfrau, Mutter und altes Weib
vereint. Wir kennen sie als Kornmutter - aus einem späteren Mythos -
zusammen mit ihrer Tochter Persephone, als unzertrennliches
Göttinnen-Paar. Dem Mythos zufolge wurde Persephone zu einer
Raubhochzeit in die Unterwelt entführt, wo sie jedoch Nahrung und
Ehevollzug verweigert. Die Mutter unterbricht auf der Erde die Vegetation und
erreicht so, daß Persephone zwei Drittel des Jahres mit ihr vereint auf
der Erde verbringen darf. Diese mythologische Geschichte zeigt, wie die
weibliche Einheit der dreifachen Göttin durch patriarchale Abspaltung
zerstört wurde. Beide Göttinnen verhinderten jedoch durch ihren Widerstand
die vollständige Trennung. Sie machen uns heutigen Frauen Mut, an unsere
Ursprünge anzuknüpfen und durch Forschen nach unseren
"Müttern" und "Großmüttern" eine
symbolische Ordnung zu erschaffen, die weibliche Freiheit begründet.
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Diana
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Griechenland
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Göttin freier, wilder Frauen
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Diana ist die Göttin
des Waldes und die Gebieterin der Tiere. Sie ist die Schutzgöttin der
freien Frauen. Sie regiert in der Nacht, sie ist auch eine Mondgöttin.
Oftmals wird Diana als Lehrerin der Hexen beschrieben, weil die Nacht ihre
Zeit ist und der Wald ihr Revier. Sie wacht auch über die freie Liebe
zwischen Frauen und beschützt Frauen, die nur sich selbst gehören
wollen. Ihr Name war auch Himmelsgöttin und ihre Attribute sind die
Mondsichel, der Pfeil und der Sternenmantel. Anmerkung: die Römer
machten sie zur Jagdgöttin, ihre Existenz ist aber weit früher
nachgewiesen.
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Die 13. Fee
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überall
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Zur Umwertung der patriarchal negativ besetzten Zahl
13
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Im patriarchalen
Märchen wurde sie als unwichtig und rachsüchtig verachtet, doch
für uns Frauen steht sie für die lebensnotwendige Verwandlung. So
ruft sie den Tod herbei und ermöglicht uns den nächsten Zyklus. Als
Fee besitzt sie keinen Eigennamen, doch die Zahl 13 ist ihr zugeordnet, und
diese hat uns viel zu erzählen.
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Die ewige Närrin
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allegorische Figur
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Die Frauen von der Left Bank
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20.Jh.
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Frankreich
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Künstlerinnen
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Eine Gemeinschaft von
Künstlerinnen, Schriftstellerinnen, Verlegerinnen, Mäzeninnen,
begabten, intuitiven, visionären Frauen, die das spontan gelebt haben,
was wir heute als "affidamento" formulieren und suchen. Paris 1.
Hälfte 20. Jh. - Djuna Barnes, Janet Flanner, Gertrude Stein
...Literatur: Andrea Weiss "Paris war eine Frau".
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Die kosmisch Gebärende
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Kleinasien
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Sinnbild/Verkörperung weiblicher Lebensmacht
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In der Offenbarung des Joh,
12 heißt es von der Frau, die den Raum zwischen Sonne, Mond und Sternen
einnimmt, daß sie schwanger ist und kurz vor der Geburt ihres Kindes
von der Vernichtung bedroht wird. Jedoch gebiert sie und ihr werden zwei Flügel
gegeben, die zwei Flügel der großen Adler, damit sie flöge an
ihren Ort.
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Die Mutter' Mirra Alfassa
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1878 - 1973
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Frankreich, Indien
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Transformationsmeisterin, Gründerin der intern.
Stadt Aurovil
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Mirra Afassa war die
Lebensbegleiterin des indischen Philosophen Sri Aurobindo und sorgte wie eine
"Mutter" viele Jahre für das leibliche und seelische Wohl der
Bewohner des Sri Aurobindo Ashrams in Pondicherry. Südindien. Auf
okkulter Ebene arbeitete sie an der Transformation der Zellen.
1968 gründete sie die
Stadt Auroville, in der Bucht von Begalen gelegen, die heute, nach
35-jährigem Bestehen, 1500 Bewohnerinnen und Bewohner aus insgesamt 30
Nationen zählt. Auroville ist ein wichtiges Experiment in der Evolution
unseres Planeten und dem friedlichen Zusammenleben von Menschen
verschiedenster Nationen und sozial-ökonomischer Hintergründe.
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Die weise Alte
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Frau im 3. Lebensalter, kulturübergreifend
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Sie ist diejenige, die in
die dritte Lebensphase einer Frau eingetreten ist und die um das zyklische
Werden und Vergehen in der Natur weiß. Sie blickt auf einen reichen
Erfahrungsschatz der Lebenszusammenhänge zurück, den sie an
Jüngere weiterzugeben bereit ist. Ohne Angst steht sie an der Schwelle
des Tores, das zurück in den Schoß der Mutter Erde führt. Die
Weise Alte ist frei von allen Zwängen, wenn sie ihr Leben nach den drei
überlieferten Regeln gelebt hat: Erkenne dich selbst! Finde das
Maß! Tu, was du willst!
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Dietlinde Karkutli
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1952 - 1994
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Deutschland
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Pionierin des orientalischen Tanzes
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Dietlinde Bedauia Karkutli
war eine Pionierin des Orientalischen Tanzes. Sie gehört zu den ersten
Frauen, die diesen weiblichsten aller Tänze nach Europa brachten. Sie
widmete sich ganz der Faszination dieses jahrtausende alten Tanzes und sah
ihre Berufung darin, diesen "Tanz der Lebensfreude" in unserem
Kulturkreis zu verbreiten und viele Frauen dafür zu begeistern. Die
heutige "Bauchtanzwelle" in Deutschland - ja in Europa - geht auf
sie zurück. In Frankfurt gründete sie das Tanzstudio Arabeska. Dietlinde
Bedauia Karkutli pflegte freundschaftlichen Kontakt zu den internationalen
Größen des Orientalischen Tanzes, ja sie gehörte dazu. 1992
erlag sie einem schweren Krebsleiden.
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Dolores Ibarruri
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1895 - 1989
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Spanien
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Freiheitskämpferin, La Passionaria
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Die Freiheitskämpferin
und Rebellin Dolores Ibarruri war das achte von elf Kindern einer armen
Bergarbeiterfamilie in Nordspanien. 1930 war sie die erste Frau im
Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Spaniens und Mitglied im
Politbüro, 1936 im Parlament. Die "grosse Mutter in Schwarz" war
nicht nur auf der Straße, in der Mine, an der antifaschistischen Front
und mit den Internationalen Brigaden, sondern auch aktiv in der
Frauenbewegung gegen Krieg und Faschismus tätig. 1939 mußte sie
ins Exil nach Rußland, von wo sie erst nach Francos Tod 1977
zurückkehrte. Den Namen La Passionaria (die Leidenschaftliche) erhielt
sie, weil sie ihren ersten Artikel für Arbeiterrechte in der
Passionswoche schrieb, weil ihr die Passionsblume aus der christlichen
Legende gefiel, weil sie eine leidenschaftliche Streiterin für Frieden,
Freiheit und sozialen Fortschritt war.
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Dore Hoyer
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1912 - 1967
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Deutschland
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moderne Ausdrckstänzerin
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Als Heranwachsende
entdeckte sie ihre Liebe zum Tanz und zur Tanzgestaltung. Mit Leidenschaft
stürzte sie sich in die Arbeit am Tanz. Auf dem Ausdruckstanz basierend
entwickelte sie eine faszinierende Gebärdensprache, die wegweisend
für die folgende Tanzgeneration wurde. Vielen Solotanzabenden im In- und
Ausland fogten Gruppenarbeiten bis hin zu abendfüllenden Tanzveranstaltungen
auf großen Bühnen. Das Zentrum ihrer Kunst war jedoch der
Solotanz. Dore Hoyer gilt heute als die bedeutendste moderne
Solotänzerin der Nachkriegszeit. Als sie erkennen mußte, daß
sie aus gesundheitlichem Grund nicht mehr würde tanzen können,
setzte sie ihrem Leben ein Ende. Ihr Grab ist auf dem Frankfurter
Hauptfriedhof.
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Dore Jacobs
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1894 - 1979
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Deutschland
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Bewegungspädagogin
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Als ausgebildete
Rhythmikerin entwickelte sie, entgegen den damaligen gymnastischen
Modeströmen, nach dem 1. Weltkrieg ihre eigene Bewegungslehre. Die
Bewegung sah sie als ganzheitliches Geschehen, vom ganzen Menschen gewollt,
als Innen- und Aussenbewegung gleichzeitig verwirklicht. Ihr Wissen und ihre
Erfahrungen gab sie in Einrichtungen der Erwachsenenbildung (VHS) und
später in ihrer eigenen Schule (der heutigen Dore-Jacobs-Schule für
Gymnastiklehrerinnen in Essen) weiter. Pädagogisches Interesse und
menschliche Qualitäten galten mehr als die fachliche Begabung ihrer
Schülerinnnen. Sie stellte das Prinzip der Selbsttätigkeit und die Umsetzung
der erfahrenen Bewegung im Alltag in den Mittelpunkt; Grundsätze, die
für mich nichts an Aktualität im Alltag verloren haben und mich
sofort in ihren Bann gezogen haben.
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Dr. Dorothea Erxleben
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1715 - 1762
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Deutschland
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erste promovierte Ärztin
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Dorothea Christiane
Erxleben gelang es als erste deutsche Frau bereits Mitte des 18. Jahrhunderts
ein Medizinstudium zu absolvieren. Eine Frau, die zu beneiden ist, wie sie
sich in einer von Männern dominierten Welt durchsetzte.
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Dorothea Schlözer
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1770 - 1825
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Deutschland
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Philosophin
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Dorothea Viehmann
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1755 - 1815
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Deutschland
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Märchenerzählerin
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Dr. Dorothee Sölle
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1929
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Deutschland
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Theologische Schriftstellerin
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Als Theologin wirkte Frau
Prof. Dr. Dorothee Sölle auf den Gebieten der Befreiungstheologie, der
feministischen Theologie und der internationalen Friedensbewegung. Als
Schriftstellerin schuf sie eine Synthese zwischen theologischen Themen und
Poetik, die Theopoetik. Sie sollte geehrt werden für ihr Werk von
erfahrungsbezogener Religiosität, in dem Religion und Spiritualität
zu einem Ganzen verschmelzen, tradierte Glaubens- und Denkstrukturen sich
auflösen und klare Wahrheiten den Weg zeigen.
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Dorothy Day
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1897 - 1980
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USA
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Sozialarbeiterin, für Arme engagiert
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Dorothy Day hat 1933 die
"catholic worker movement" gegründet. Diese Organisation
setzte sich für Essen und später auch Unterkunft für
Wohnsitzlose und Arme in New York und später auch in zahlreichen anderen
Bundesstaaten der USA ein. Durch ihre Zeitschrift "catholic worker"
machte sie ihre Gedanken publik. Sie wollte auf der Basis des katholischen
Glaubens das Evangelium für die Armen ernst nehmen und praktisch
umsetzen.
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Dr. Edeltraud Sießl
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1923 - 1996
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Deutschland
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Gynäkologin, Künstlerin,
Brauchtumspflegerin
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Die Bayerin Dr. Edeltraud
Sießl führte die Liebe in die kleine Kreisstadt Kirchheimbolanden
in der Nordpfalz. 1959 eröffnete sie die erste gynäkologische
Praxis. Im neuerrichteten Krankenhaus gestaltete sie den Kreißsaal
angenehmer, setzte sich für die Methoden der sanften Geburt und das sog.
Rooming in ein und verhalf mehr als 15.000 Kindern zum Leben. Frauen kamen
von weit her zur Entbindung zu ihr. Ihre künstlerische Ader
verwirklichte sie durch Gründung der örtlichen Trachtengruppe,
Nähen der Kostüme, Schnitzen der Figuren am Maibaum, Bemalen der
Tiefgarage und zahlreicher Wände an Freiplätzen. Sie schrieb ein
Weihnachtsspiel von Ludwig Thoma um und ließ es in den
Altstadtstraßen aufführen. Sie war eine Kerze, die an beiden Enden
brannte.
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Edith Piaf
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1915 - 1963
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Frankreich
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Chansonsängerin
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Die Geschichte der Piaf ist
die einer ewigen Wiedergeburt: In äußerster Armut geboren hielt
sie sich als Straßensängerin über Wasser und wurde mit 21
Jahren zum Star. Ihre 200 Chansons erzählen von Liebe, Tod und
Verzweiflung mit unvergleichbarer Hingabe gesungen, waren Ausdruck ihrer
Seele und Glaubensbekenntnis.
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Eileen Gray
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1878 - 1976
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Irland
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Architektin, Designerin
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Ekaterina Daschkova
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1743 - 1810
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Rußland
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Politikberaterin von Katharina II der Großen
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Die Gräfin Daschkova
war eine mutige, hochgebildete Frau, die ihre Unabhängigkeit sehr
schätzte. Sie stammte aus einem der ältesten Adelszweige
Rußlands. 1762 beteiligte sie sich aktiv an der Palastrevolution in
Sankt Petersburg und half Katharina II., Zarin zu werden. Lange Zeit war sie
eine wichtige Beraterin für Katharina die Große. Besonders
bemerkenswert ist ihr Engagement für die öffentlichen
Wissenschaften. Von 1783 - 1796 war sie Direktorin der Petersburger Akademie
der Wissenschaften und Präsidentin der Russischen Akademie für
russische Sprache.
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Ekaterina Karavelova
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1860 - 1947
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Bulgarien
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Ihr Engagement rettete die bulgarischen Juden vor
der Vernichtung
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Jede Vergangenheit und
Gegenwart in Europa hat ihre Zukunft, die sie erleuchtet und mit ihr
verschwindet. Vergangene Zukunft Europas ist auch Ekaterina Karavelova, eine
Bulgarin, die durch ihr beherztes Engagement in der Nacht des 25.05.1943 die
Deportation der bulgarischen Juden nach Ausschwitz verhindert hat. Die
menschliche Gegenwart und Zukunft jener Tat ist die lebendige Gegenwart von
mehr als 100 000 Menschen, die heute leben und jenem Frühling 1943 ihr
Leben verdanken. Bulgarien ist das einzige Land, das Juden nicht deportierte.
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Elfriede Feudel
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1881 - 1966
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Deutschland
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Rhythmikerin
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Sie war die Wegbereiterin
der Rhythmik in Deutschland, indem sie die Wirkungsweise der
"Musikerziehung durch Bewegung", die sie beim Schweizer
Musikprofessor Emile Jaques-Dalcroze in Hellerau / Dresden kennengelernt
hatte, als zentrales Anliegen in die allgemeine Pädagogik übertrug.
Ihre künstlerisch-pädagogische wie schriftstellerische Arbeit war
geprägt von der Erkenntnis des Polaritätsprinzips, das die
natürliche Gegensätzlichkeit als wechselwirkende Pole zur Ganzheit
erkennt. Als Lehrerin an vier Hochschulen brachte sie nicht nur bedeutende Rhythmikpersönlichkeiten
hervor, sondern verstand es auch, in jeder Schülerin/jedem Schüler
ihre/seine einzigartigen Anlagen zu entdecken und zur Entfaltung zu bringen.
Ich vertrete sie, weil sie mir eine geistige Mutter ist, denn die Gedanken in
ihren Büchern begleiten mich in meinem anregenden Beruf.
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Elfriede Scholz
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1903 - 1943
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Deutschland, USA
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Schneiderin, denunziert und hingerichtet
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Als Abgesandte der Stadt
Osnabrück möchte ich die in Osnabrück geborene Elfriede Scholz
vertreten und ehren. Ihr berühmter Bruder, Erich Maria Remarque, ist als
Schriftsteller weit über die Grenzen Deutschlands bekannt. Es gibt
Stimmen, die behaupten, daß seine Schwester stellvertretend für
ihn hingerichtet wurde, obwohl sie überhaupt nicht in der
Öffentlichkeit bekannt war.
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Elisabet Ney
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1833 - 1907
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Deutschland
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Bildhauerin
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Sie wußte schon als
Jugendliche, daß sie Bildhauerin werden wollte und zog dies auch
konsequent durch. Sie studierte an der Münchner Kunstakademie, schuf
Büsten von Bismarck, Schopenhauer und König Ludwig II. Nach einem
mißglückten Versuch, in Texas als Plantagen-Besitzerin eine
"ideale Kolonie" zu gründen, setzte sie ihre Karriere als
Bildhauerin in den USA erfolgreich fort. Sie wurde zur bekanntesten
Bildhauerin im Süden der USA. Dort gibt es heute ein Elisabet-Ney-Museum
und inzwischen fünf Biographien, wogegen ihr Name in Deutschland erst
wieder in einem Buch über Künstlerinnen auftaucht, das Magdalena
Köster über Elisabet Ney geschrieben hat: "Ich werde niemandem
zu Füßen liegen".
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Elisabeth Coester
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1900 - 1941
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Deutschland
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Glasmalerin, arbeitete große Kirchenfenster
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Elisabeth Coester war
Schöpferin monumentaler Glasmalereien für Kirchen. Als Frau und
erfolgreiche Künstlerin nahm sie mit großer Selbständigkeit
ihr Leben in die Hand und beteiligte sich aktiv an einer Bewegung, die die
kirchliche Kunst erneuern wollte. Es gelang Elisabeth Coester, in ihrem Werk
Monumentalität mit einem tief empfundenen Mitgefühl zu verbinden.
Sie widmete sich ihrer Aufgabe mit großem Ernst und ließ sich
auch von jenen Stimmen nicht beirren, die einer Frau die notwendige
Größe zur Schaffung monumentaler Kunst absprechen wollten.
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Elisabeth Geyr v. Schweppenburg
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1884 - 1970
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Deutschland
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Gründerin eines Jugend-Tuberkulose-Sanatoriums
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Elisabeth Geyr v.
Schweppenburg war Pädagogin. Sie gründete eine neuartige
Heilstätte für Tb-kranke Kinder und Jugendliche in einer Zeit, als
Betroffene dieser Krankheit meist in großer Isolation leben mussten und
wenig Aufmerksamkeit bekamen. Neben der ärztlichen Behandlung war ihr
der soziale Aspekt und die kulturelle Vielfalt bei der Betreuung ihrer
Schützlinge wichtig. Sie unterrichtete, förderte und heilte. Sie
genoß hohen Respekt und Verehrung. Mitbegründerin der
Tb-Heilanstalt war ihre gleichgesinnte Freundin Clara Bohneberger
(1883-1976), die ihr Vermögen für die Verwirklichung dieser
einmaligen, bemerkenswerten Einrichtung gab.
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Elisabeth Kübler-Ross
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1926 - 2004
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Schweiz, USA
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Ärztin und Sterbeforscherin
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Die Ärztin Elisabeth
Kübler-Ross untersuchte drei Jahrzehnte lang das Sterben und das Leben
danach. Sie hat durch ihre therapeutische Arbeit mit Sterbenden dazu
beigetragen, eine der größten Menschheitsängste, "die
Furcht vor dem Tod" zu verstehen und zu lindern. Diese Arbeit hat ihr
Leben geprägt.
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Elisabeth Selbert
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1896 - 1986
|
Deutschland
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"Mutter des Grundgesetzes"
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Elisabeth Selbert wurde
schon mit 22 Jahren Mitglied des SPD-Bezirksvorstandes. Dank ihrer Initiative
wurde trotz erbitterten Widerstandes vieler Politiker die Gleichberechtigung
von Männern und Frauen im berühmten Artikel 3 des Grundgesetztes festgeschrieben.
Aufgrund dieses Artikels musste u.a. das patriarchale Familienrecht
umgeschrieben werden, so daß Frauen über ihr Vermögen und
ihren Job frei verfügen konnten und an Fragen der Kindererziehung und
Eheführung gleichberechtigt beteiligt waren.
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Prof. Dr. Elisabeth Siegel
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1901 - 2002
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Deutschland
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Sozialpädagogin
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Bevor Elisabeth Siegel zur
Hochschullehrerin berufen wurde, wirkte sie lange Jahre in den
verschiedensten Institutionen als Sozialpädagogin. Ihr ganzes Leben lang
hat sie sich bewußt für junge Menchen eingesetzt. Sie ist 101
Jahre alt geworden und hat das Leben mit allen Höhen und Tiefen geliebt.
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Elisabeth von Rochlitz
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1502 - 1557
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Deutschland
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Herrscherin, sie gewährte als erste
Religionsfreiheit
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Mit 34 Jahren wird sie
Witwe und bekommt den Wittums-Sitz Rochlitz als allein regierende
Landgräfin. Sie verkündet als erste Religionsfreiheit, wirkt als
Sozialpolitikerin, Friedensstifterin und läßt Straßen bauen.
"Diese emsige, kluge und lebenslustige Frau, die eine gar scharfe Feder
führte und eine nicht minder schlagfertige Zunge hatte", bringt
für die Frauenarbeit in unserer Region (Muldetalkreis / Sachsen) neuen
Mut, eigene verantwortungsvolle Schritte für die Zukunft zu unternehmen.
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Elisabeth von Thüringen
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1207 - 1231
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Deutschland
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Heilige und Herrscherin
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Elizabeth Dadson
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1882 - 1935
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Ghana
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Textil- und Perlenhändlerin
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Sie wurde in Cape Coast,
einer Stadt an der ehemaligen Goldküste als ältere von 2
Mädchen geboren. Elizabeth Dadson hatte zwei Kinder. Sie handelte mit
Textilien und spezialisierte sich auf Aggrey Beads, sehr schöne bunte
Perlen. Um ihre Ware zu beziehen reiste sie viel, sogar bis nach Nigeria. Als
Großmutter und Mutter war sie sehr beliebt, weil sie offen und
warmherzig war. Was sie sagte, hatte Hand und Fuß und ihre Ehrlichkeit
verschaffte ihr großen Respekt. Sie starb 1935 in Sekondi (West-Ghana).
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Elizabeth Duncan
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1871 - 1948
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USA,Deutschland
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Tanzpädagogin, Schwester von Isadora Duncan
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Ella Arnold
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1912
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Deutschland
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In ihrem Umfeld hochengagierte Frau
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Ella Arnold lebt das Leben einer
Mutter von 4 Kindern in den Notzeiten des 2. Weltkrieges und danach. Sie
trägt als Dorfschulmeisterfrau die musischen Interessen ihres Mannes mit
und engagiert sich vielseitig in Ehrenämtern der Gemeinde. Sie
fühlt sich verwirklicht im wertgeschätzten Leben einer Hausfrau und
Mutter.
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Ella Schröder
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1910 - 1996
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Deutschland
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Eine geschlagene Mutter
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Als eines von neun Kindern
einer Witwe in großer Not und Armut aufgewachen, musste das
Mädchen die strenge Zucht im Waisenhaus Potsdam durchstehen und mit 14
Jahren Dienstbotin werden. Das war ein sehr hartes Leben im Berlin der
1920-er Jahre. Doch ihr Eheleben wurde noch härter: ihr Mann sperrte sie
ein, gab ihr nichts zu essen und schlug sie, sogar als sie schwanger war. Da
es für geschlagene Frauen keinen gesetzlichen Schutz, keine Hilfe, keine
Fluchthäuser gab, flüchtete sie in die Universitätsklinik, wo
Schwangere bis zur Entbindung für Kost und Logis arbeiten konnten. In
ihrer Person soll der vielen geschlagenen Frauen ihrer Generation gedacht
werden.
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Elsa Asenijeff
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1867 - 1941
|
Deutschland
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Schriftstellerin
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Elsa Brändström
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1888 - 1948
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Schweden
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Humanistin
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Die schwedische Humanistin
Elsa Brändström erwarb sich auf Grund aufopferungsvoller und
selbstloser Arbeit für die Kriegsgefangenen von 1914 - 1920 den
Ehrentitel "Engel von Sibirien". Auch anschließend folgt sie
dieser Berufung mit der Eröffnung von Heimen und Sanatorien für
ehemalige Gefangene bzw. deren Kinder in Deutschland. Nach ihrer Emigration
in die USA 1934 wird ihr dortiges Heim Anlaufpunkt für unzählige
Flüchtlinge aus Europa.
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Elsa Gindler
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1885 - 1961
|
Deutschland
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Pionierin der Körpertherapie
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In der allgemeinen
Aufbruchstimmung des beginnenden 20. Jhs. in Tanz, Malerei und Musik erwachte
auch zunächst ein verändertes Verständnis für Tanz und
Bewegung. Es wurde die Kunst des Atmens und schließlich als erste durch
Elsa Gindler die grundlegende Bedeutung des Spürens in die
Körperarbeit eingeführt. Ihr Ziel war das "Wachwerden des
ganzes Menschen - mit allen Sinnen - in jedem Moment neu und präsent"
und folgerichtig gab es in ihrer Arbeit keine festgelegten Übungen und
keine niedergeschriebene Methode, sondern ständiges sich Erforschen und
Weiterentwickeln und damit legte sie die Grundlage für viele heutige
Körpertherapien. Auch während des 3. Reiches blieb sie in Berlin,
arbeitete weiter und half Verfolgten mit Unterschlupf, Zuwendung und Nahrung.
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Dr. Else Kähler
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1917
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Deutschland, Schweiz
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bedeutende Theologin, Partnerin der Theologin Marga
Bührig
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Gleichwertig aber
verschieden, wie es auf Else Kählers Stein heißt, gilt für
sie in der Stellung von Mann und Frau vor Gott, sowie in ihrer
Lebensgemeinschaft mit Marga Bührig. (Auch die Theologin Marga
Bührig ist mit mit einem Gedenkstein im Labyrinth geehrt). Aufgewachsen
in Kiel, geprägt vom 2. Weltkrieg, studierte Else Kähler Theologie.
Ein Stipendium der Universität Zürich führte sie nach
Zürich. 24 Jahre war sie Studienleiterin im evang. Tagungs- und
Studienzentrum Boldern in Männerdorf in der Schweiz. Sie setzte sich
für die Stellung der Frau, besonders der ledigen Frau, in Kirche und
Gesellschaft ein und leistete Pionierarbeit für sogenannte soziale
Randgruppen. Mein Wunsch als Patin ist es, daß ihr Beitrag für
eine gerechtere Welt durch das FRAUEN-GEDENK-LABYRINTH lebendig bleibt.
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Else Lasker-Schüler
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1869 - 1945
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Deutschland, Jüdin
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Dichterin
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Ihr Leben gleicht ihrer
Dichtung, die von großer Sehnsucht nach umfassender Liebe und
spiritueller Tiefe erfüllt ist. Sie suchte und fand die ihr angemessene
Heimat wohl vor allem in der Sprache, die voller dichter Bilder ist und die
Kraft hat, über ihre Zeit hinaus die Herzen zu berühren. Als
Jüdin im dritten Reich teilte sie das Schicksal ihres Volkes. Sie
beschloß ihr Leben im heiligen Land und ist auf dem Ölberg
begraben. "Ich bin in Theben (Ägypten) geboren, wenn ich auch in
Eiberfeld zur Welt kam im Rheinland. Ich ging bis 11 Jahre zur Schule, wurde
Robinson, lebte 5 Jahre im Morgenlande und seitdem vegetiere ich."
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Else Zach
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1901 - 1953
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Deutschland
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Sie schützte ihre Tochter vor Vergewaltigung
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Sie lebte bei Neuruppin auf
dem Lande, heiratete den Maurermeister Zach und betrieb nebenbei eine kleine
Landwirtschaft. Sie gebar zwei Kinder, eine Tochter und einen Sohn. Dann kam
der Krieg und 1945 die sowjetische Besatzungsmacht. Es gelang Else Zach, ihre
Tochter vor der Soldateska zu schützen, indem sie sich selbst der
Vergewaltigung preisgab.
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Dr. Elsie Kühn-Leitz
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1903 - 1985
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Deutschland
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Eine kulturell hoch engagierte Frau
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Dr. jur. Elsie
Kühn-Leitz war eine herausragende Persönlichkeit: ihre
Kämpferinnen-Natur, ihr Mut, ihr Einsatz für
Völkerverständigung, Gerechtigkeit und Frieden und für Kultur
ist ein Beispiel dafür, wozu eine Einzelne - wenn sie sich berufen
fühlt - fähig ist.
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Dr. Emilie Kempin-Spyri
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1853 - 1901
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Schweiz
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1. Juristin in der Schweiz
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Und so hat es mit den
Juristinnen angefangen: Gegen erbitterte Widerstände studiert Emilie
Kempin-Spyri neben ihren Aufgaben als Ehefrau und Mutter dreier Kinder an der
damals sehr fortschrittlichen Universität in Zürich als erste Frau
Rechtswissenschaften und promoviert "summa cum laude". Trotzdem
darf sie nicht als Juristin arbeiten. Sie wandert mit ihrer Familie nach
Amerika aus, wo sie die erste Rechtsschule für Frauen gründet. Ihre
Schülerinnen sind die ersten amerikanischen Juristinnen bei Gericht. Ihr
erfolgreicher Kampf gegen das Niederlassungsverbot bahnt auch
europäischen Juristinnen den Weg.
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Emilie Scheidweiler
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1896 - 1958
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Deutschland
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Frauen in der Psychiatrie
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Bei einem Treffen im
Vorfeld des "Festes der 2000 Frauen" organisiert von Christel
Göttert, entstand bei mir der Wunsch, meine Großmutter als
"meine Frau" zu wählen. Sie lebte viele Jahre in der
Psychiatrie und ist dort auch gestorben. Zur Geschichte der Frauen
gehören für mich nicht nur die Frauen, die berühmt sind,
sondern alle Frauen haben Anteil daran. Mit "meiner Frau"
möchte ich einen Beitrag dazu leisten, die verschwiegene Geschichte der
Frauen in der Psychiatrie aus der Vergessenheit herauszuholen, deren
Geschichte in die Geschichte der Frauen zu integrieren, anstatt sie auszugrenzen.
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Emma Fouguet
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1910 - 1992
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Deutschland
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Trümmerfrau
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Emma Fougut steht als
Trümmerfrau stellvertretend für viele Frauen aller Nationen und zu
allen Zeiten, die die Scherbenhaufen der Kriege wieder und immer wieder in
eine lebenspendenden Umgebung verwandelt haben.
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Emma Goldman
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1869 - 1940
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Holland, Jüdin
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Anarchistin
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Emma Goldman ist bekennende
Anarchistin, Kämpferin für die Rechte der ArbeiterInnen und die
Rechte der Frauen. Sie ist Herausgeberin der Zeitschrift "Mother
Earth". Emma Goldman ist für mich der Inbegriff der Kämpferin,
die trotz vieler Rück- und Tiefschläge unbeirrt ihren Weg
weiterging.
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Emma Herwegh
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1817 - 1904
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Deutschland
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Revolutionärin
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Sie war eine
Revolutionärin in Berlin und schloß sich mit Georg Herwegh
(Dichter und Revolutionär) zusammen. Sie mußten als
kämpfendes Paar Berlin verlassen. Sie war die besonders
revolutionäre Kraft dieser Verbindung. Sie nahmen Exil in der Schweiz
und in Paris und kämpften im Badischen Befreiungskrieg. In Paris hatten
sie Kontakt u.a. mit Karl Marx, George Sand, Heinrich Heine. Emma Herwegh
veröffentlichte das Buch "Die Geschichte der deutschen
demokratischen Legion von einer Hochverräterin" (1849).
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Emma Kunz
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1892 - 1963
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Schweiz
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Haushälterin, Naturheilpraktikerin, Forscherin,
Malerin
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Emma Kunz hat als Heilerin
und Forscherin gelebt und gewirkt und dabei Wissenschaft und Medizin immer
wieder in großes Staunen versetzt. Sie hat ein umfangreiches Bildwerk
hinterlassen, in dem ihr Wissen verschlüsselt liegt und das nach ihren
eigenen Worten "für das 21. Jahrhundert bestimmt ist". Als ich
mich mit dem "Fest der 2000 Frauen" beschäftigte, war Emma
Kunz urplötzlich in meinen Gedanken. Ihr unerschütterliches
Vertrauen in ihre Eingebungen und ihr helles Sehen haben mich tief
beeindruckt, so daß ich mich nun - der Eingebung folgend - auf ihre
Spur begeben habe.
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Emmeline Pankhurst
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1858 - 1928
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England
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Frauenrechtlerin
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Frauenwahlrechtlerin und
Politikerin. Aufgrund gewaltloser Protestaktionen gegen die Regierung
mehrmals verhaftet. Schließlich wandten sich die Suffragetten auch mit
Gewalt gegen die Regierung und zündeten Briefkästen an und warfen
Fenster ein. Ich bewundere Emmeline Pankhurst wegen ihres politischen und
juristischen Wissens und ihres Widerstandes gegen diskriminierende Gesetze.
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Dr. Emmi Pikler
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1902 - 1984
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Ungarn
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Kinderärztin und Wissenschaftlerin
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Sie gründete 1946 das
"Lóczy", ein Säuglingsheim und Forschungsinstitut in
Budapest, aus dem beziehungsfähige, verantwortungsvolle,
selbständige Kinder ohne Hospitalismuserscheinungen in die Welt gingen,
was die Aufmerksamkeit der WHO hervorrief. Ihre "Geheimnisse"?
Unter anderem: -- Achtsamste, respektvollste, ungeteilte Aufmerksamkeit der
Pflegerinnen bei den Pflegeverrichtungen (insges. ca 1 Stunde tgl.), dabei
direkte Ansprache der Säuglinge und Zulassen ihrer aktiven Mithilfe von
den ersten Lebenswochen an, keine Hetze, klare Grenzen, -- Schaffung einer
vorbereiteten Umgebung, in der die Kleinkinder in Ruhe - für sich und
zwar jedes in ihrem/seinem Rhythmus den Prozeß ihrer Bewegungs- und
Spiele-Entwicklung vollziehen, s e l b s t ä n d i g werden und die Welt
erforschen können ohne Anleitungen oder gar Animation von Erwachsenen.
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Dr. Emmy Rebstein-Metzger
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1898 - 1967
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Deutschland
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Frauenrechtlerin und Juristin
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Dr. Emmy Rebstein, in
Ravensburg geboren, war die erste Frau, die in Baden und Württemberg als
Anwältin zugelassen wurde. Sie engagierte sich für das Recht der
Frauen, höchste Ämter im Staat zu bekleiden, für die
Gleichberechtigung der Frauen im BGB, in Fragen des Familien-, Ehe-, und
Güterrechts. Ihre Forderungen fanden Eingang in die Reform des
Ehescheidungsrechts 1953 und in das Gleichberechtigungsgesetz von 1957.
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Erika Grah
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1932 - 1997
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Deutschland
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Gründerin der Waldorfeinrichtung "der
hof"
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Sie war 1974
Mitbegründerin der Freien Bildungsstätte "der hof" in Niederursel
bei Frankfurt einschließlich eines Waldorfkindergartens. In
unzähligen Seminarwochen, Kursen und Gesprächen mit jungen Eltern
setzte sie sich konsequent dafür ein, Kinder unter Bedingungen
aufwachsen zu lassen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entsprechen.
Sie sah in unserem Konsum- und Medienzeitalter die Kindheit gefährdet
und engagierte sich für den Schutz der Kindheit, indem sie aufzeigte,
was Kinder brauchen, und indem sie bis in die alltägliche Praxis hinein
Mut machte zum Leben mit Kindern.
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Erika Wisselinck
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1926 - 2001
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Deutschland
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Philosophin, Publizistin, Politikerin
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Philosophin, Autorin,
Publizistin, Übersetzerin, Kommunalpolitikerin. Ihre feministischen
Erkenntnisse erwuchsen immer aus den eigenen und den Erfahrungen anderer
Frauen aus verschiedenen Ländern und in den unterschiedlichsten
Lebenssituationen. Ihr klarer Blick, ihr folgerichtiges Denken und ihre
klare, leicht verständliche Sprache machen ihre Bücher noch heute
zu Grundlagewerken und Bestsellern des feministischen Denkens und der
Patriarchatskritik. Die wichtigsten Veröffentlichungen: "Frauen
denken anders", "Hexen", "Jetzt wären wir
dran", die Übersetzungen u.a. von Mary Daly
"Gyn-Ökologie", "Reine Lust", Janice Raymond
"Frauenfreundschaft", Caterine Keller "Der Ich-Wahn".
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Erna Meinusch
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1905 - 1993
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Deutschland
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Bewegungslehrerin in Offenbach
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Erna Meinusch wurde als
Kaufmannstochter im schlesischen Sagan geboren; anfangs ein
schwächliches Kind und vom Turnunterricht befreit. Den
Heiratsplänen ihres Vaters widersetzte sie sich und verließ in der
Nacht zu ihrem 21. Geburtstag mit Erreichen der Volljährigkeit heimlich
ihr Elternhaus und ihre Heimat, worauf sie ihr Vater enterbte. Mittellos,
aber mit starkem Willen und eiserner Disziplin startete sie in ein eigenständiges
Leben. 1928 kam sie nach Offenbach am Main und gründete dort eine
Gymnastikschule. Ihre intensive Zuwendung zu den Menschen, die bei ihr
lernten, hatte auf diese einen außerordentlichen Einfluß. Im
Laufe der Jahre wurden sie und ihre Schule zu d e r "Offenbacher
Institution" schlechthin. Viele sprechen noch heute mit der
größten Hochachtung und Sympathie von ihr.
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Esther Moscherosch
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1602 - 1632 / 33
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Deutschland
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Frau im 30-jährigen Krieg
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Esther Moscherosch war die
erste Frau des Dichters und Satirikers Johann Michael Moscherosch, der 1601
in Willstätt / Hanauerland geboren wurde. Ich nenne sie stellvertretend
für die vielen unbekannten Frauen, die unter den Greueln des
30-jährigen Krieges zu leiden hatten. Auch bei dem Dorffest, das aus
Anlaß des 400. Geburtstages Moscheroschs stattfand, habe ich Esther
dargestellt und in Erinnerung gerufen.
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Etty Hillesum
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1914 - 1943
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Holland, Jüdin
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Jüdische Schriftstellerin
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Sie lebte in Amsterdam und
war Juristin und Slawistik- und Psychologiestudentin. Sie zeigt in ihrem nach
40 Jahren wiedergefundenen bzw. veröffentlichten Tagebuch die
Zerrissenheit einer 27-jährigen Frau - in den privaten Beziehungen und
in den Situationen der lebensbedrohenden Verfolgung durch die Nazis. Sie
findet zu innerer Stärke, zu Vertrauen, Lebensfreude durch die klare und
ehrliche Betrachtung der Dinge und Menschen, so wie sie sind.
Gewaltlosigkeit, die Teil ihres Wesens wird, befähigt sie zu lieben.
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Dr. Eugenie Schwarzwald
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1872 - 1940
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Ukraine, Österreich
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verwirklichte neue Ideen zur Mädchenausbildung
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"Fraudoktor" wie
Eugenie Schwarzwaldl genannt wurde, lebte mit Verstand, Herz und Praxis ab
1901 pädagogische Grundsätze, für die ab 1919 Männer wie
Otto Glöckel (Wiener Schulreform), Rudolf Steiner und Emil Molt (Waldorfschule)
bekannt wurden. Die von ihr gegründete "Schwarzwaldschule" war
die erste in Österreich, an der Mädchen die Reifeprüfung
ablegen konnten. "Nebenbei" gründete Genia Schwarzwald seit
dem Ersten Weltkrieg Gemeinschaftsküchen, die Aktion "Wiener Kinder
aufs Land", Ferienkolonien und Erholungsheime für Kinder und
Erwachsene. Ihre ost-jüdische Abstammung war für die Bedeutung
ihres Lebenswerks nicht maßgeblich, wohl aber für seine
Zerstörung 1938.
Ihr Grundsatz, durch Freude
am Lernen und die Anstellung besonderer Lehrerpersönlichkeiten -
während beim Unterrichtsministerium "Genies im Lehrplan nicht
vorgesehen" waren - in den Kindern Vitalität und Kreativität
zu fördern, hat für mich in Zeiten von PISA-Terror und Ritalin
höchste Aktualität!
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Euphrosina Kinkelin
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1831 - 1912
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Deutschland
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Schulgründerin in Lindau
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Euphrosina Kinkelin
gründete 1858 die erste weiterführende Mädchenschule mit
Pensionat in Lindau und führte sie mit ihren drei Schwestern vierzig
Jahre lang. Ihr oberstes Ziel war die Mädchenbildung, die nicht
vorrangig in Mutter- und Ehefrauendasein münden sollte. Diesem Ziel
widmete sie alle Energie, ihr Wissen, sowie Hab und Gut. Diese Schule
existiert heute noch. Ihre Gründerin aber wird weder in der Stadt noch
bei der Schule öffentlich erwähnt. Diese Tatsache hat mich so
geärgert, daß ich mich entschloß, sie öffentlich zu
würdigen. Aus meinem Respekt wächst in mir mehr und mehr die
Bewunderung für diese selbstdenkende, tatkräftige und ausdauernde
Frau, die ihr Ziel nicht aus den Augen verlor.
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Eva Maria Deinhardt
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1896 - 1977
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Deutschland
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Gymnastiklehrerin in Loheland bei Fulda
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Sie war meine Sportdozentin
während meiner Studienzeit am Pädagogischen Institut in Jugenheim
a.d. Bergstrasse, eine empfindsame, elegante Dame. In den 20er Jahren war sie
eine gefeierte Ausdruckstänzerin, die obendrein eine fundierte
Gymnastikausbildung
hatte und sich später
für gesundheitsfördernden Schulsport einsetzte. Mit 65 Jahren baute
sie ein Haus, um sich den Traum eines 5 eckigen hohen Raumes, der den Blick
ins spitze Dachgestühl freigibt, zu erfüllen.
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Eva v. Tiele-Winckler
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31.101866 - 1930
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Deutschland
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führte als erste das päd. Prinzip der
Familiengruppen für Waisenkinder ein
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Eva von Tiele- Winckler
zieht aus dem elterlichen Schloß aus, um die Not in der
oberschlesischen Bevölkerung lindern zu helfen. Mit ihrem Erbe baut sie
das"Friedenshort-Werk" in Miechowilz bei Beuthen und gründet
die Friedenshorter Diakonissen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Hilfe
an Kindern und Jugendlichen. Sie wagt bereits 1910 ganz avantgardistische
Schritte für jene Zeit. In ihren "Kinderheimaten " wohnen
Mädchen und Jungen jeden Alters zusammen in kleinen
familienähnlichen Wohngemeinschaften. Eine Diakonisse ist jeweils ihr
"Mütterchen" . Bis 1945 gibt es 42 solcher Kinderheimaten in
ganz Deutschland und 800 Diakonissenschwestern.
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Evelyn Ortner
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1946 - 1998
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Italien
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Gründerin des Frauenmuseums Meran
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Eine Frau, die mit viel
Liebe und Engagement das Frauenmusum "Die Frau im Wandel der Zeit"
gegründet und aufgebaut hat. Es werden 200 Jahre Frauengeschichte anhand
der Mode und Alltagsgegenstände als Spiegelbild der Gesellschaft,
Hauswirtschaft, Beziehungs- und Erziehungsarbeit sowie das Eintreten in die
männliche Arbeitswelt als Schwerpunkte aufgezeigt. Nach dem Motto
"Von Frauen, über Frauen, für Frauen" wollte Evelyn Ortner
in diesem Museum zugleich die Lebensgeschichten unserer Mütter,
Groß- und Urgroßmütter, die Töchter und Söhne
gleichermaßen angehen, würdigen.
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Evita Peron
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1919 - 1952
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Argentinien
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Schauspielerin, Politikerin
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Evita Peron, schillernde
und leidenschaftliche Persönlichkeit der argentinischen Geschichte.
Schauspielerin, Ehefrau von Juan Peron, inbrünstige Politikerin für
die Armen und Arbeiter. Sie erkämpfte unzählige Rechte und Gesetze
für die unterste Klasse und die Frauen und verhalf der Frau in Argentinien
zu einer gewissen Stellung in der Gesellschaft. Eva Peron lebt trotz ihrer
Widersprüchlichkeit in den Herzen vieler argentinischer Menschen fort.
Es ist bekannt geworden, daß Evita Peron Nazigrößen gegen
Geld nach Argentinien einwandern ließ.
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Prof. Fatema Mernissi
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1940
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Marokko
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Soziologin, Autorin, Feministin
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Fatema Mernissi,
marokkanische Soziologie-Professorin für
Frauenforschung, bekannt
als 'globale Schriftstellerin', ihre Bücher werden in 46 Sprachen
übersetzt, ist eine leidenschaftliche Vermittlerin zwischen den
islamischen und den westlichen Kulturen. Auf den Flügeln des Simurgh,
des Vogels der Frauen und mit der Weisheit der Sufis:"Geh in die Fremde
und begegne dir selbst!" fliegt sie über alle Grenzen als mutige ,
schöne Botschafterin der Frauen in der e i n e n Welt. Das Symbol auf
ihrem Stein ist eine moderne Version des "Simurgh".
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Prof. Dr. Felicitas Goodman
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1914 - 2005
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USA
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Kulturanthropologin
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In Ungarn geboren,
Diplomdolmetscherin in Deutschland, übersiedelt 1947 mit ihrer Familie
nach U.S.A. Zweitstudium und Doktorat der Anthropologie, Lehre an der
Universität in Ohio. Im Zuge ihrer Forschungen endeckte Felicitas
Goodman 1977, daß ganz bestimmte Haltungen - die wir aus der
Kunstgeschichte kennen - verbunden mit rhythmischer Anregung, in einen
Trancezustand führen, der ein visionäres Erlebnis möglich
macht. Im von Felicitas Goodman gegründeten internationalen
Cuyamungue-Institut wird zu den rituellen Körperhaltungen geforscht und
die Methode auch vermittelt. Felicitas Goodman lebt in Ohio und New Mexiko.
Ihre Weisheit und ihr Humor erfreuen alle, die sie erleben können.
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Felka Platek
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1899 - 1944
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Polen, Jüdin
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Malerin
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Die viel versprechende,
begabte Malerin FELKA PLATEK gab ihre eigene künstlerische Karriere
zugunsten ihres geliebten Freundes und späteren Ehemannes auf. Ihr
fundamentaler Beistand sowie finanzielle Unterstützung ermöglichten
es Felix Nussbaum, sein exzentrisches (Künst- ler)Dasein auszuleben und
internationale Anerkennung zu finden. "Alles ging gut, weil er die FELKA
getroffen hatte. Sie war seine Beruhigung und ganz unbeweifelte Liebe. Sie
hat seinen Aufstieg, seine Erfolge, seine Rückschläge, seine
Empfindsamkeiten, seine Schmerzen, seine Verrücktheiten mitgemacht und
es schön gefunden."
Als von den Nazis verfolgte
Juden endeten beide 1944 in den Gaskammern von Ausschwitz. (Zu) wenige
Kunstwerke aus FELKA PLATEKS Nachlaß sind noch heute im
Osnabrücker Felix-Nussbaum-Haus erhalten.
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Flora Tristan
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1803 - 1844
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Frankreich
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Schriftstellerin, Feministin, Sozialistin
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In den 30-iger Jahren des
19 Jh. rang Flora Tristan (Großmutter von Paul Gauguin), eine
ungewöhnlich mutige Frau, um Gerechtigkeit für die versklavten
Schichten, was weitestgehend gleichbedeutend war für Frauen. Sie
rüttelte die aristokratische und bürgerliche Gesellschaft mit ihren
sozialistischen und Frauen bezogenen Ideen auf und klagte, unter Einsatz
ihres Lebens, die Rechtlosigkeit der Frauen an.
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Florence Nightingale
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1820 - 1910
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England
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Krankenpflegerin und Reformerin
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Die hochgebildete
Engländerin Florence Nightingale, bekannt als die "Lady mit der
Lampe" setzte sich schon früh für die Belange der
Bevölkerung ein. Sie forschte und erstellte soziolog. und
krankenhäusliche Statistiken. Als 1853-56 der Krimkrieg viele Verletzte
und Tote forderte ging sie mit einer Gruppe von Frauen an die Front und half
in den sonst von Ärzten und Männern dominierten
Krankenhäusern. Dank ihrer Kraft und ihres Wissens schuf sie so die
Grundlage für die moderne Krankenpflege. Auch nach ihrer Rückkehr
nach England setzte sie eine Reformation des Krankenhauswesens und der
Krankenpflege durch.
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Forugh Farrochsad
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1935 - 1967
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Persien
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Schriftstellerin
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Forugh Farrochsad ist wohl
die bedeutendste Dichterin Persiens. Sie starb durch einen Autounfall. Ihre
Gedichte haben mich tief beeindruckt und bewegt, wie kaum eine andere
Schriftstellerin. Ihr unbedingter Wille zur Wahrhaftigkeit, sein zu wollen,
wie sie nun mal ist, ihre Gefühle offen auszusprechen, macht sie in
meinen Augen zu einer außergewöhnlichen Frau in einer patriarchalen
Welt. Ich selbst bin in der DDR groß geworden und habe auch meine
Erfahrungen in einer Diktatur gemacht. Forughs Sehnsucht nach Freiheit und
vollem Leben kann ich deshalb sehr gut nachempfinden.
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Frau Holle
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ca 5000 v.u.Z.
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Alteuropa, Deutschland
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göttlich "Verborgene, die sich
offenbart"
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Frau Holle - Symbol
für weibliche Souveränität - Die große, göttliche
Lehrmeisterin der Mädchen und Frauen des Alten Mitteleuropas, deren
Verehrung bis zu den Anfängen des Flachsanbaus im Neolithikum vor ca.
6.000 Jahren zurückreicht. Ihrem Namen nach ist Holle "Die
Verborgene" und Frau die Anrede für eine Respektsperson /
Göttin. Frau Holle offenbart sich als Rufende in der Natur, den
Jahreszeiten und in der Menstruation der Mädchen, "wenn die Zeit
reif ist".
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Freya
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um 500
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Nordische Länder
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Nordische Göttin
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Freya - nordische
Göttin - repräsentiert die freie, selbstständige, starke Frau.
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Frida Kahlo
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1907 - 1954
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Mexiko
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Malerin
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An Frida Kahlo fasziniert
mich einerseits, wie sehr Malerei der verwundeten Seele gerade dann zum
Ausdruck verhelfen kann, wenn Sprache nicht mehr ausreicht. Anderseits wird
bei ihr besonders deutlich, wie zerstörerisch eine Ehe für eine
Frau sein kann, die ihrem Mann nicht nur Geliebte, sondern auch Mutter sein
will. Der Wunsch, vom Partner gebraucht zu werden, verführt uns auch
heute noch oft zu selbstschädigendem Verhalten. Fridas Zerrissenheit
zwischen ihrem ungestümen Freiheitsdrang und der braven - jedenfalls
zeitweisen - Unterordnung unter vermeintliche oder tatsächliche
Rollenzwänge kann uns auch heute noch Warnung und Hinweis sein, den
Anspruch auf einen ganz eigenen Lebensweg nicht aufzugeben.
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Friederike Mergner
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1908 - 1990
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Deutschland
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Zahnärztin in Afrika
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Friedl Dicker-Brandeis
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1898 - 1944
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Österreich, Jüdin
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Künstlerin in der Bauhauszeit
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Die begabte Künstlerin
war Mitglied des Bauhauses, Kunstpädagogin und Humanistin. Sie kreierte
als Kommunistin antifaschistische Plakate. Das Nazi-Regime deportierte sie
1942 nach Theresienstadt, einem Vorzeige-Ghetto 60 km nördlich von Prag,
das unter jüdischer Selbstverwaltung stand. Dort regte sie die Kinder
zum Malen an und wurde zur Patin der einmaligen Kinder-Zeichnungen von
Theresienstadt, die bis heute eines der wichtigsten Zeugnisse für die
Schrecken des Holocaust sind.
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Frigga
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Deutschland
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Germanische Göttin
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Fürstin Charlotte zu Schaumburg
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1640 - 1707
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Deutschland
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Stadt-Gründerin
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Die Gräfin Elisabeth
Charlotte zu Schaumburg gewährte religionsverfolgten Waldensern Schutz
und die Möglichkeit, sich anzusiedeln. Der Ort erhielt zu ihren Ehren
den Namen "Charlottenberg". Diesen landschaftlich zauberhaft
gelegenen, heute durch das Frauenlandhaus geprägten Ort hat sich Sabine,
die Vertreterin von Elisabeth Charlotte als zukünftigen Alterssitz
ausgesucht. Sie fühlt sich der Gründerin des Ortes "dankbar
und kraftvoll verbunden". Sie schreibt: "Inzwischen liegt mir das
Bildnis der Gräfin vor und ich versuche mit dem Portrait Kontakt
aufzunehmen und Elisabeth Charlotte als Frau kennen zu lernen, ihre Zeit zu
verstehen und allen Spuren, die sich mir auftun, nachzugehen. Eine aufregende
Herausforderung."
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Fygen Lützenkirchen
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von 1474 - 1497
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Deutschland
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Hauptseidenmacherin in Köln
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Fygen Lützenkirchen
war von 1474 bis 1497 die "Hauptfrau" der einzigen Frauenzunft in
Deutschland, der Kölner Seidenmacherinnenzunft. Sie bildete 25
Lehrtöchter aus. In Köln war sie nicht zuletzt auch wegen ihrer
Geschäftstüchtigkeit eine Berühmtheit. Ihren legendären
Ruf erwarb sie aber auch durch die Übernahme des Handelsgeschäftes
ihres Mannes nach dessen Tod. Sie zählte zu den wohlhabendsten Bürgern
und Bürgerinnen Kölns.
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Gabriele v. Uechtritz und Steinkirch
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